Die ersten Reaktionen auf den diesjährigen „Coburger Weihnachtsbaum“ waren am Montag sehr positiv. Auf der Facebook-Seite des Coburger Tageblatts wurden Kommentare abgegeben wie „toll“, „sehr schön“ oder sogar: „Ein Traum!“ Auch ein „Basst scho!“ war dabei, und das steht ja bekanntlich für die so ziemlich höchste Begeisterungsstufe, die ein typischer Franke erreichen kann.
Erinnerungen an „Schmalbert“
Ein weiterer Leser schrieb: „Allemal besser als letztes Jahr!“ Zur Erinnerung: 2023 war ein besonders schmaler Baum für den Coburger Marktplatz auserkoren worden. Manche fanden ihn sogar „zu schmal“. Als später wieder ein Name für den Baum gesucht wurde, fiel die Wahl passenderweise auf „Schmalbert“.
Viele Fotos und Videos vom Transport des Coburger Weihnachtsbaums sehen Sie hier:
Und 2024? Nach dem Aufruf von Coburg Marketing, dass wieder ein geeigneter Baum für den Marktplatz gesucht wird, hatte sich auch das Ehepaar Matthes aus der Sengelaubstraße gemeldet und eine gut 13 Meter hohe, serbische Fichte angeboten. Denn: Die Matthes hatten sich zuletzt doch arg gesorgt, ob die Fichte noch über eine ausreichend Standfestigkeit verfügt. „Beim letzten Sturm war es sehr gefährlich“, erinnert sich Vessela Matthes. Hinzu kommt, dass die Fichte direkt am Haus und noch dazu direkt an einem kleinen Hang steht. Außerdem können herunterfallende Äste direkt auf der Fahrbahn der Sengelaubstraße landen.
Doch die prächtige Fichte einfach fällen und vielleicht zu Brennholz verarbeiten?„Nein, das hätte mich gereut“, sagt Vessela Matthes. Dass die Fichte nun noch einmal „Karriere“ machen darf und zum „Coburger Weihnachtsbaum“ wird, erleichtere den Abschied sehr. Gepflanzt wurde die Fichte einst vom Vorbesitzer des Hauses in der Sengelaubstraße.
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Coburgs schönster Schwertransport des Jahres
Dass die Wahl von Coburg Marketing – in Ansprache mit dem Grünflächenamt – letztlich auf die Fichte der Mattes gefallen ist, erklärt Baum-Experte Stephan Just: „Sie ist sehr schön gleichmäßig gewachsen und hat keine Lücken.“ Deshalb musste beim Aufstellen auf dem Marktplatz auch gar nicht weiter darauf geachtet werden, welche Seite der Fichte in welche Richtung zeigt. Sie sieht praktisch von allen Seiten gleich, und zwar gleich gut aus.
Auch beim Transport des Baums von der Sengelaubstraße zum Marktplatz gab es – anders als in den Vorjahren – keine Komplikationen. Nachdem die Fichte kurz nach 9 Uhr gefällt worden war, setzte sich anschließend Coburgs wohl schönster Schwertransport des Jahres in Bewegung. Über den Marschberg und die Frankenbrücke ging es in die Coburger Innenstadt.
Sehen Sie hier ein Video vom Transport:
Coburger Weihnachtsbaum on the road
Als der Baum-Tross gegen 10.30 Uhr auf dem Marktplatz eintraf, herrschte dort bereits emsiges Treiben: Die ersten Beschicker waren schon mit dem Aufbau ihrer Weihnachtsmarktbuden beschäftigt.
Eröffnet wird der Coburger Weihnachtsmarkt am Freitag, 29. November, um 17 Uhr. Er hat dann bis einschließlich Montag, 23. Dezember, täglich geöffnet, und zwar von 11 bis 20 Uhr (Imbiss & Getränke gibt es jeweils bis 21.30 Uhr).
Bleibt noch die Frage, welchen Namen der diesjährige Coburger Weihnachtsbaum bekommt. 2022, als es diese nette Spielerei erstmals gab, stimmte die Mehrheit für „Fichtoria“. 2023 folgte besagter „Schmalbert“. Erste Vorschläge, die am Montag kursierten, waren „Serbastian“ (weil es sich ja um eine serbische Fichte handelt) und „Nadelheid“.
Auf der Facebook-Seite des Coburger Tageblatts wurde auch „Schmalbert II.“ genannt – weil der Baum erneut nicht sehr breit ist. Doch anders funktioniert es nun einmal nicht. So konnte ja zum Beispiel der potenzielle Weihnachtsbaum, der 2022 in Meilschnitz bereits gefällt worden war, nicht zum Marktplatz transportiert werden, weil sich der notwendige Schwertransport als zu breit für den Straßenverkehr herausstellte.
Lesen Sie hier noch einmal über die kuriose Panne von 2022:
Die Stadt Coburg wird bis zum Sonntag, 24. November, über ihre sozialen Kanäle um offizielle Namensvorschläge bitten. Zusendungen sind auch per Mail möglich. Die Abstimmung startet dann am Montag. 25. November, ebenfalls wieder über die sozialen Kanäle der Stadt. Welcher Name sich durchgesetzt hat, wird bei der Eröffnung am Freitag, 29. November, verraten.
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