2023, 2024, 2025 – drei Jahre lang waren die Designtage auf dem Gelände der Kulturfabrik Cortendorf zu Hause. Jetzt ist es Zeit für einen Neuanfang, finden Sylvia Endres, Geschäftsführerin des Coburger Designforums, und ihr Team. Unter dem Motto „Design kann Transformation“ wollen sie im kommenden Jahr mitten in der Innenstadt ein altes Gebäude neu beleben.
Neuanfang für die Designtage
2023, so fasst es Sylvia Endres zusammen, sei „super gewesen“. Die Kulturfabrik war damals noch eine Brache – spannend und voller Möglichkeiten. Ein Jahr später hatte sich das Gelände weiterentwickelt, Künstler waren eingezogen, und der besondere Charme wuchs. 2025 kamen neue Flächen hinzu, und mit dem Fokus auf „Inklusives Design“ setzte man einen neuen Akzent. Doch danach, so Endres, fühlte sich das Gelände etwas auserzählt an – „zu fertig“.
Warum ein Ortswechsel nötig ist
„Der Mensch braucht das Unperfekte, gerade dort, wo Design zu Hause ist“, sagt sie. Denn der neue Ort wird auch ganz andere Designtage formen, als wir sie in den vergangenen Jahren erlebt haben. „Wir gehen ein bisschen back to the roots“, beschreibt Sylvia Endres. Und dafür geht es vom 2. bis 7. Juni 2026 zurück in Coburgs Innenstadt.
Zurück zu den Wurzeln
Gegenüber der Heiligkreuzkirche steht das ehemalige Wohnbau-Geschäftsgebäude aus den 60er Jahren. Es soll künftig ein Wohnprojekt für junge Menschen werden – doch bevor das startet, wird es zum kreativen Hotspot. Und das begrüßt die Wohnbau ausdrücklich.
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Designtage bringen Veränderung
Dass die Designtage stückweit Katalysator für Orte sein kann, weiß auch Endres: „Wir haben gemerkt: Überall, wo die Designtage waren, gab es danach Veränderung“, sagt Endres. „Eigentlich müssten sie immer den Platz, den sie bespielen, mitentwickeln.“ Ein Beispiel: der Güterbahnhof, der ab 2018 Zentrum der Designtage war. Heute findet sich dort das Globe, und auch die alte Pakethalle ist zu einer beliebten Eventlocation geworden.
Ein Gebäude mit Geschichte
Das Gebäude in der Heiligkreuzstraße ist innen entkernt, dazu gibt es eine Freifläche an der Seite. „Wir müssen die Abläufe anders denken“, erklärt Endres. Große Bands und Foodtrucks? Diesmal nicht – der begrenzte Platz gibt das nicht her.
Es werden andere Designtage als die letzten drei Jahre, soviel steht fest. Momentan ist das Team noch in der Moodboard-Phase, ab Januar beginnt die konkrete Planung. Erste Stichworte: Urban Design, Menschen, Netzwerken, Kollaboration. „Wir suchen Partner, Mitmacher, Newcomer, die mit uns diese Räume gestalten wollen“, sagt Endres.
Andere Designtage, neue Ideen
Im entkernten Gebäude seien durch Abriss der Wände große Räume entstanden. Und das bietet viele Möglichkeiten: ein fensterloser Besprechungssaal für Installationen oder ein Kino zum Beispiel, ein Foyer, das wie ein Club wirkt, meint Endres und schmunzelt. Ein Schwerpunkt soll auf Kollaboration liegen – junge Designer, Unternehmen und Co. sollen Freiflächen bekommen, um sich kreativ auszutoben, unterstützt vom Designforum.
„Wir wollen eine entspannte Atmosphäre schaffen“, betont Endres. Es sollen wieder Designtage für alle werden, nicht nur für Fachpublikum und das sei ihnen ganz wichtig. Es sei ein „Reset“ für das Team und die Veranstaltung. „Wir sind gerade ganz aufgeregt und freuen uns riesig darauf“, sagt Endres.
Der Blick nach vorn
2025 hatte stellvertretender Ministerpräsident und bayerischer Wirtschaftsminister, Hubert Aiwanger (FW), die Coburger Designtage eröffnet und sei begeistert gewesen. Wird er wiederkommen? Der Termin für die Designtage 2026 (2. bis 7. Juni) stehe zumindest bereits in seinem Kalender, sagt Endres.





























