Die Coburger Gastronomen Nima Khorsandi und Enrico Pizzato hatten darüber nachgedacht, bei ihrem Winterfest auf dem Albertsplatz auch ein Public Viewing zur Fußball-WM anzubieten. Doch nach Rücksprache mit der Stadt Coburg wurden die Pläne dann doch wieder begraben. Warum?
Stadt denkt an die Händler
„Es sollte keine ,Gegenveranstaltungen‘ zum Weihnachtsmarkt geben“, erklärt der Pressesprecher der Stadt, Louay Yassin, auf Tageblatt-Anfrage. Doch genau dies wäre zu befürchten gewesen, weil die Spiele weitgehend im Dezember, also zu den Öffnungszeiten des Weihnachtsmarktes, stattfinden. Louay Yassin gibt zu bedenken: „Die Händler am Weihnachtsmarkt hatten 2020 und 2021 kaum oder keine Einnahmen. Hier jetzt nochmal die Einnahmen möglicherweise zu schmälern, erschien uns unrecht.“
Ohnehin wurde beim Winterfest darauf geachtet, dass es ausschließlich im November (also vor Beginn des Weihnachtsmarktes) sowie von 27. Dezember bis 8. Januar (also nach dem Weihnachtsmarkt) stattfindet. „ Damit wird die Attraktivität der Innenstadt verlängert für Bürgerinnen und Bürger sowie für den Handel“, erklärt Yassin.
Sportsbar zeigt Spiele
Tausendsassa Nima Khorsandi wird aber trotzdem etwas für Fußballfans anbieten, und zwar in seiner Wohnzimmer-Bar im Steinweg: „Als Sportsbar werden wir immer, wenn es bei der WM etwas zu sehen gibt, es auch zeigen.“ Denn: „Es gibt genug Leute, die es schauen wollen.“ Er persönlich heiße die Zustände in Katar aber – wie so viele andere Menschen – ebenfalls nicht gut, so Khorsandi.
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