Die Bühnengewerkschaften BFFS (Bundesverband Schauspiel), GDBA (Genossenschaft deutscher Bühnen-Angehöriger), unisono (Deutsche Musik- und Orchestervereinigung) und die VdO (Vereinigung deutscher Opern- und Tanzensembles) haben am Mittwoch bundesweit zu Streiks aufgerufen. Auch am Landestheater Coburg legten künstlerische Mitarbeiter die Arbeit nieder.
Deutscher Bühnenverein will Tarifabschluss für Künstler nicht übernehmen
Die vier Künstlergewerkschaften hatten laut eigenen Angaben ergebnislos mit dem Deutschen Bühnenverein verhandelt. Sie wollten erreichen, dass der Tarifabschluss übernommen wird, der für Theaterbeschäftigte des öffentlichen Diensts erreicht wurde. „Der Deutsche Bühnenverein zeigte sich aber nicht bereit, im Rahmen dieser Verhandlung, alle Bestandteile dieses Abschlusses auf die künstlerischen Tarifbereiche zu übertragen“, heißt es in der Mitteilung der Coburger Streikleitung.
Ballett, Chor, Schauspiel, Musiktheater und Orchester fordern mehr Gehalt
Zur Kundgebung aufgerufen waren die Abteilungen Ballett, Chor, Schauspiel, Musiktheater und Orchester im Landestheater. Ihre Gewerkschaften fordern unter anderem eine zweistufige Erhöhung der Grundvergütungen dieses und nächstes Jahr (insgesamt 5,8 Prozent). Die Zuwendung, also das 13. Gehalt, soll auf 85 Prozent des Monatsgehalts steigen.
Die künstlerischen Beschäftigten hatten ihre Kundgebung bewusst vorm geschlossenen Theatergebäude am Schlossplatz abgehalten: Um zu zeigen, „dass unser Ursprung und unser Ziel im Landestheater am Schlossplatz liegen“. Alle Abteilungen waren laut Angaben von Streikleiter Andreas Rohse vertreten. „Wichtig für uns ist die tarifliche Gleichstellung und Gleichbehandlung mit den anderen Abteilungen des Theaters, die nach dem Tarifvertrag öffentlicher Dienst bezahlt werden“, sagte er. „Wir sind ebenso wie alle anderen Angestellten im Rathaus im Öffentlichen Dienst verankert und haben Arbeitsverträge mit der Stadt Coburg.“
Auch das Bühnenpersonal benötige sein Einkommen für Wohnen, Essen, Mobilität, Kinder, Freizeit, sagt Rohse. Künstler seien genauso wie alle anderen Arbeitnehmer von Inflation und steigenden Energiepreisen betroffen. Daher sei ein gleichwertiger Tarifabschluss zum öffentlichen Dienst wichtig.













