Die Coburger Museumsnacht war ein riesiger Erfolg und klingt deshalb noch ein bisschen nach – und das im wahrsten Sinne des Wortes. So fand in den Räumen der Veste eine „Silent Disco“ statt. Diese „stille Disco“ funktioniert wie folgt: Am Eingang werden Kopfhörer verteilt. Über zwei kleine Regler lässt sich sowohl die Lautstärke nach Wunsch individuell regulieren als auch die gewünschte Musikrichtung auswählen. Sprich: Jeder bekommt das auf die Ohren, was er möchte und wie er es mag.
Techno, Pop und Rap
Für Außenstehende, die keinen Kopfhörer tragen, sieht das reichlich kurios aus. Denn in der „Silent Disco“ ist es ja mucksmäuschenstill, während die Menschen ausgelassen – und noch dazu sehr unterschiedlich – zu Techno-, Pop- oder Rap-Klängen tanzen.
Die wunderbare Kraft der Musik
Ist das die Disco der Zukunft? Diese Frage geht dem Coburger durch den Kopf, als er am späten Samstagabend den Rückweg in Richtung Innenstadt antritt. Der Coburger ist bereits kurz davor, die Frage mit einem „Ja“ zu beantworten, als er im Hofgarten am Ostpavillon vorbeikommt. Dort herrscht noch immer ausgelassene Stimmung, denn zwei Musiker spielen einen Rock-Klassiker nach dem anderen. Kaum ertönen vom nächsten Lied die ersten Klänge, wird im Publikum auch schon wieder begeistert mitgeklatscht und mitgesungen. Ab und zu haken sich Menschen sogar unter und bewegen sich gemeinsam im Takt. „Ach“, denkt sich der Coburger, „Musik hat die wunderbare Kraft, um Menschen zusammenzubringen.“ Und so spannend das Experiment der „Silent Disco“ auch ist: Ein richtiges Gemeinschaftsgefühl gibt’s nur ohne Kopfhörer.











