Die Premiere der „Rocky Horror Show“ ist noch immer Gesprächsthema in Coburg. Gefachsimpelt wird etwa, warum es Probleme mit dem Ton gab. Hier kann aber beruhigt werden: Bereits bei der zweiten Vorstellung am Sonntag war der Klang besser, und bald wird alles – passend zur Form des Globe – wohl richtig rund laufen.
Auch Ballett und Chor sind dabei
Geschwärmt wird, dass dem Landestheater eine wunderbare, spartenübergreifende Produktion gelungen ist. Denn außer dem Schauspielensemble sind ja auch das Ballett und der Chor beteiligt. Auf der Bühne ist deshalb immer ganz schön was los – super!
Gelobt wird, dass sich das Publikum bislang tadellos verhält. Es wurde weder Wasser gespritzt noch mit Reis geworfen, wie es bei diesem interaktiven Musical früher üblich war. Ganz zum Schluss passierte bei der Premiere dann aber doch etwas. Wenn Dr. Frank N. Furter singt „I’m Going Home“, geht es auch um ein Spiel. Wörtlich ist die Rede von „cards for sorrow, cards for pain“ – also von „Karten für Kummer, Karten für Schmerz“. An dieser Stelle werden im Publikum gerne Spielkarten geworfen. Auch jetzt bei der Premiere im Globe war das so.
Diejenigen, die das taten, bewiesen einen ganz besonderen Humor. Denn später beim Aufräumen fiel den Theater-Mitarbeitern auf: Die geworfenen Spielkarten trugen auf der Rückseite das Logo des 1. FC Nürnberg. Also, jetzt mal ehrlich: Der Club und Kummer und Schmerz – das passt ja wie die Faust aufs Auge beziehungsweise wie der rote Kussmund zur „Rocky Horror Show“.
Dem Club droht der Abstieg
Übrigens: Die nächste „Rocky“-Vorstellung ist diesen Samstag. Der Club spielt am Sonntag gegen Karlsruhe und muss dringend gewinnen – sonst droht der Abstieg, und alle Club-Fans müssten schon wieder Kummer und Schmerz aushalten.
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