Bernd Vorjans, der kaufmännische Direktor des Landestheaters, wird zum Dauergast im Coburger Stadtrat. In der Juli-Sitzung hatte er einen Ausblick aufs Jubiläumsjahr geben sollen, das dem Landestheater 2027 bevorsteht. Doch weil der Ausblick von Bernd Vorjans etwas dürftig ausfiel, ist bereits vereinbart worden, dass er – vermutlich in der November-Sitzung – ein weiteres Mal vor dem Coburger Stadtrat sprechen wird. Dann hat vielleicht auch Intendant Neil Barry Moss Zeit, der – ebenfalls zum Missfallen einiger Stadtratsmitglieder – während der Juli-Sitzung bereits im Urlaub weilte.
Als Bernd Vorjans jetzt auch in der Oktober-Sitzung im Stadtrat erschien, ging es aber nicht ums Jubiläumsjahr, sondern ausschließlich ums Geld. Er musste über das negative Jahresergebnis für 2024 berichten.
Geld aus Betriebsmittelreserve
Das Landestheater hat 2024 mit einem negativen Jahresergebnis in Höhe von 378.000 Euro abgeschlossen. Um dieses Defizit auszugleichen, wird Geld aus einer sogenannten Betriebsmittelreserve entnommen, die vor drei Jahren aus Mitteln des Freistaates Bayern und der Stadt Coburg gebildet worden ist. Diese Reserve ist durch die neuerliche Entnahme jetzt aber aufgebraucht.
Stadt Coburg: Fast 10 Millionen Euro fürs Landestheater
Alles in allem betrug 2024 der Anteil der Stadt Coburg zur Finanzierung des Landestheaters 9,8 Millionen Euro; der Anteil des Freistaats Bayern lag bei 6,7 Millionen Euro.
Jubiläum: 200 Jahre Theater in Coburg
Die Spielzeit 2026/2027 soll eine besondere am Coburger Landestheater (früher: Hoftheater) werden. Schließlich kann dann auf eine bereits 200-jährige Geschichte zurückgeblickt werden.
Wie Bernd Vorjans in der Juli-Sitzung des Stadtrats berichtete, seien auf jeden Fall ein Festakt, eine Ausstellung und eine Broschüre geplant. Auch könnte man sich ein Open Air auf dem Schlossplatz vorstellen. Doch ein Open Air würde zusätzliche Kosten verursachen.














