Gut zu tun hatte die Polizei beim 153. Pfingstkongress des Coburger Convents (CC). Nachdem bereits zum Auftakt am Freitag rund 150 Menschen an einer ersten Gegendemonstration teilnahmen, wurden bei weiteren Protestveranstaltungen am Montagabend rund 200 Teilnehmer gezählt.
Der Protest am Montagabend erfolgte parallel zum Fackelzug, bei dem es sich um den umstrittensten Programmpunkt des Pfingstkongresses handelte.
Nachdem es mehrere kleinere Aktionen und Kundgebungen unter anderem am Gräfsblock und am Spitaltor gegeben hatten, versammelten sich schließlich alle CC-Gegner in der Spitalgasse. Ein Großaufgebot der Polizei hinderte sie am Vordringen zum Marktplatz, wo zum Ende des Fackelzugs noch die Feierstunde abgehalten wurde. Die Coburger Polizei wurde von Kolleginnen und Kollegen aus benachbarten Polizeidienststellen sowie von der Bereitschaftspolizei unterstützt.
„Grobe Störungen“ der Feierstunde konnten nach Polizeiangaben verhindert werden. Die CC-Gegner skandierten zwar in der Spitalgasse laut Parolen, doch am Marktplatz waren diese kaum zu hören.
Wie die Polizei außerdem mitteilt, wurden alleine in der Nacht zum Dienstag insgesamt 79 Platzverweise rund um den Marktplatz ausgesprochen.
Und wie verlief der übrige Pfingstkongress aus Sicht der Polizei? Durchwachsen.
Die Anzahl der Straftaten gegen CC-Mitglieder sei im Vergleich zum vorherigen Convent 2019 gestiegen. Insgesamt wurden neun Strafanzeigen wegen Mützendiebstahls gestellt. In acht Fällen ermitteln die Beamten nun wegen Diebstahls, in einem Fall sogar wegen Raubes.
Drei Convent-Teilnehmer wurden während des Wochenendes in der Coburger Innenstadt von Convent-Gegnern körperlich attackiert und leicht verletzt. In drei Fällen konnten die Coburger Ermittler bereits Tatverdächtige ermitteln. In allen Fällen bittet die Coburger Polizei um sachdienliche Zeugenhinweise zu den Vorfällen. Diese werden unter Telefon 09561/645-0 entgegengenommen.
Bei einem Übergriff in der Nacht zum Dienstag attackierte ein Convent-Teilnehmer eine 21-Jährige, ein anderer bedrängte einen Medienvertreter.
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