Das Klinikum Coburg, das Klinikum Neustadt bei Coburg und das Klinikum Lichtenfels werden künftig nicht mehr in kommunaler Hand. Die politischen Gremien hatten unlängst den Weg frei gemacht für den Einstieg des privaten Klinikkonzerns Sana.
Anders die Situation auf der Thüringer Seite des (noch) vorhandenen Regiomed-Gebildes. Das Klinikum Sonneberg wird auch künftig kommunal geführt.
Damit stand jetzt nur noch hinter der Zukunft des Klinikums Hildburghausen ein Fragezeichen. Doch in seiner jüngsten Sitzung hat der Kreistag von Hildburghausen den Weg frei gemacht für eine kommunale Trägerstruktur, und zwar nicht nur fürs Klinikum Hildburghausen. Auch die Rehaklinik Masserberg sowie des Ambulante Zentrum Henneberger Land im Landkreis Hildburghausen werden künftig kommunal geführt.
Einstimmiger Beschluss
Der Beschluss des Kreistags Hildburghausen fiel einstimmig.
Interessant: Vorgesehen ist, dass die Speiseversorgung von der Sana Kliniken AG über Vertragsleistungen mit der bisherigen Regiomed-Zentralküche, die in Lichtenfels angesiedelt ist, auch im Landkreis Hildburghausen fortgeführt wird. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Reinigungsdienstes werden hingegen in Zukunft direkt beim Klinikum Hildburghausen angestellt.
Übergang zum 1. Oktober geplant
In einer Mitteilung heißt es außerdem: „Die Investoreneinigungen für die weiteren Klinikgesellschaften (inkl. Verwaltung und Serviceleistungen) und den Rettungsdienst werden nach Möglichkeit noch im laufenden Monat finalisiert, unterzeichnet und fließen anschließend in den Insolvenzplan, der dem Gericht und der Gläubigerversammlung vorgelegt wird. Nach Bestätigung des Insolvenzplans kann voraussichtlich die erfolgreiche Verfahrensbeendigung zum 30. September 2024 und die Betriebsübergänge zum 1. Oktober 2024 sichergestellt werden. Für die Seniorenzentren und Wohnheime sind bereits alle Vorkehrungen für einen reibungslosen Betriebsübergang an die AWO (AJS) gGmbH zum 1. September 2024 getroffen.“
„Nachhaltige Zukunftslösungen“
Nachdem der thüringisch-fränkische Klinikkonzern Regiomed Anfang Januar 2024 einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt hat, gibt es nunmehr Lösungen für alle Teilbereiche und Gesellschaften. Für einen Sprecher von Regiomed sind es gar „nachhaltige Zukunftslösungen“. Denn: Die Arbeitsplätze und der Versorgungsauftrag in der Region seien nunmehr „gesichert“.
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