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Kinderarmut
Kinderarmut: Zentrales Thema in Coburg
Bettina Dörfling vom Coburger Kinderschutzbund hat „Kinderarmut“ schon seit Jahren auf dem Schirm. Jetzt hat sie die neue Kinderbeauftragte an ihrer Seite.
Bettina Dörfling vom Coburger Kinderschutzbund hat „Kinderarmut“ schon seit Jahren auf dem Schirm. Jetzt hat sie die neue Kinderbeauftragte an ihrer Seite. // Christiane Lehmann
Coburg – Die Coburger Kinderbeauftragte Karin Burkhardt-Zesewitz ist von den aktuellen Zahlen zur Kinderarmut in Coburg alarmiert und will es zu ihrem Thema machen.

„Ziemlich alarmiert“ ist die Kinderbeauftragte der Stadt Coburg von den aktuellen Zahlen zur Kinderarmut in Deutschland – „vor allem in einer Kommune, die im finanziellen Vergleich wirklich gut dasteht“. Jedes fünfte Kind ist betroffen. Das hat die Studie der Bertelsmannstiftung ergeben.

Kinderschutzbund schlägt Alarm

Die Vorsitzendes Coburger Kinderschutzbundes, Bettina Dörfling, schlug deshalb schon in der vergangenen Woche Alarm. Wir berichteten. Jetzt meldet sich auch Karin Burkhardt-Zesewitz zu Wort.

Die Kinderbeauftragte Karin Burkardt-Zesewitz möchte die Kinderarmut zum zentralen Thema machen.
Die Kinderbeauftragte Karin Burkardt-Zesewitz möchte die Kinderarmut zum zentralen Thema machen. // Stadt Coburg

Die Auswertung der neuesten Zahlen ergab nämlich, dass in Coburg 17,7 Prozent der Kinder in Familien mit Grundsicherung leben. Im Vergleich: In München sind es nur 6,1 Prozent. Coburg steht demnach mit Hof (20,8) weit oben.

Stadt kann etwas tun

Die Kinderbeauftragte macht deshalb Kinderarmut zu ihrem zentralen Thema in diesem Jahr. „Dass die Armut so groß ist, hat vermutlich strukturelle Ursachen. Die Folgen für die betroffenen Kinder (und somit auch für die Gesellschaft) abzumildern, dass könnte die Stadt schon versuchen“, sagt sie. Burkhardt-Zesewitz steht bereits in engem Kontakt mit drittem Bürgermeister Can Aydin und Bettina Dörfling. Ein erstes Gespräch dazu findet Ende der Woche statt.

Busfahren für unter 14-Jährige kostenlos

Die Kinderbeauftragte wünscht sich „maximale Teilhabemöglichkeit ohne die Stigmatisierung aufwendiger Antragstellung für Unterstützungsangebote“. Dazu zählt ihrer Meinung nach kostenloses Busfahren für alle unter 14 –Jährigen und eigens aufgelegte Gutscheine für Bildungsangebote.

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