Das Bündnis „Es reicht“ möchte die Reformpläne der Bundesregierung nicht einfach hinnehmen. Die Mitglieder kritisieren auf der Plattform demokrateam unter anderem „Krankschreibung ab dem ersten Tag, Kürzungen bei sozialen Sicherungen, bei der Versorgung von Menschen mit Behinderung, Verschlechterung der Rente und Aufweichung des Acht-Stunden-Tages“. In Coburg rufen sie deshalb am Samstag, 25. Juli, um 14 Uhr zum Protest auf. In einer Pressemitteilung heißt es:
„Der Sozialstaat wird unter Druck gesetzt. Die Reformpläne der Bundesregierung deuten auf massive Kürzungen im sozialen Bereich hin – weniger Gesundheitsleistungen, sinkende Rente, steigende Pflegekosten, länger arbeiten. Dagegen regt sich überall in der Bevölkerung Widerstand.“
Bündnis aus Gewerkschaften, Vereinen und Parteien
Auch in Coburg habe sich deshalb ein Bündnis aus Gewerkschaften, zivilgesellschaftlichen Gruppen und Parteien gebildet. Dazu gehörten etwa die katholische Betriebsseelsorge, Verdi, die IG BAU, die IG Metall, die Vereine „Hilfe für das behinderte Kind Coburg e. V.“, „Aktionsbündnis Psychotherapie e. V.“, „Alternative Kultur e. V.“ sowie der Arbeitskreis Runder Tisch Armut. Von den politischen Parteien seien Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen vertreten.
Gemeinsam rufen die Bündnispartnerinnen unter dem Motto „Es reicht“ zum Protest auf. Am Samstag, den 25. Juli, startet um 14 Uhr ein Demonstrationszug am Bahnhofsplatz mit dem Ziel Marktplatz. Wie das Bündnis mitteilt, werde es mehrere Wortbeiträge zu Themen wie Pflege, Arbeitszeit oder Psychotherapie geben.
Demo in Coburg: Verkehr könnte leicht beeinträchtigt sein
In der Mitteilung erklären die Mitglieder des Bündnisses auch, wofür sie stehen:
„Kürzungen beim Sozialstaat sind der falsche Weg. Wir stellen uns entschieden gegen Sozialabbau. Wir lehnen Kürzungen bei Renten, Kranken- und Pflegeversicherung ab. Wir stehen ein für einen starken Sozialstaat. Denn der ist keine freiwillige Leistung, sondern eine zentrale Errungenschaft der Arbeiter*innenbewegung, die erkämpft wurde und verteidigt werden muss. Wir sagen: Es reicht!“, sagt Isabel Wais vom Bündnis dazu.
Laut Frank Holzheid, Sprecher der Polizei Coburg, seien 200 Teilnehmer angemeldet und es könne zu leichten Verkehrsbeeinträchtigungen kommen. „Es werden voraussichtlich nur kurzzeitig Kreuzungen gesperrt, damit der Demonstrationszug die Straße überqueren kann. Langfristige Sperrungen sind nicht geplant.“














