Platz drei hinter dem Landkreis München und Mainz: Die Stadt Coburg landet im Regionalranking des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) aus Köln auf einem Spitzenplatz. Die Wirtschaftsanalytiker haben 400 Städte und Kreise bundesweit anhand verschiedener Faktoren verglichen. Das Ranking wird alle zwei Jahre veröffentlicht.
Das Ranking untersucht die Faktoren Wirtschaftsstruktur, Arbeitsmarkt und Lebensqualität. Diese Faktoren sind noch einmal in einzelne weitere Bereiche aufgeteilt. So werden bei der Wirtschaftsstruktur unter anderem die gemeindliche Steuerkraft und die wissensintensiven Dienstleistungen betrachtet. Beim Arbeitsmarkt der Altersdurchschnitt oder der Anteil an hochqualifizierten Beschäftigten. Und bei der Lebensqualität zum Beispiel die Zahl der Straftaten, die private Überschuldung oder die naturnahe Fläche.
Coburg hat junge Bevölkerung
2022 belegt Coburg noch den siebten Platz. Was hat sich also zum Positiven geändert? Johannes Ewald, Consultant bei IW: „Die gewerbliche Steuerkraft hat sich noch weiter erhöht, das heißt, die Gemeinde hat in bestimmten Bereichen im Vergleich zu 2022 noch mehr eingenommen.“ Auch bei der Bevölkerung stehe Coburg gegen einen bundesweiten Trend. „Allgemein wird die Bevölkerung älter, Coburg aber kann sich beim Faktor Alterung konstant halten.“ Auch erlebt die Stadt eine Zuwanderung, besonders von jüngeren Menschen zwischen 20 und 50 Jahren.
Auch bei einem weiteren Faktor habe Coburg zugelegt: bei der Ärztedichte. Das mag aus den täglichen Erfahrungen der Coburger erstaunlich klingen, ist es ja auch in der Stadt zum Beispiel nicht einfach, einen Termin beim Facharzt zu bekommen. Laut Ewald könne die Statistik nicht alles abbilden, was in der Lebenswirklichkeit der Menschen wahrgenommen wird. Allerdings sei es darstellbar, dass sich auch hier die Lage gebessert hat.
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