Gleichstellung
Frauen kehren mutig in die Arbeitswelt zurück
Eine Frau in der Schmiede? Warum nicht? Der Kurs macht auch dazu Mut.
Eine Frau in der Schmiede? Warum nicht? Der Kurs macht auch dazu Mut.
Foto: Jörg Carstensen, dpa
Coburg – Die Stadt Coburg hilft Frauen bei der Rückkehr ins Berufsleben. Der erste Kurs ist nun abgeschlossen. Eine Fortsetzung ist geplant.

Der Kurs „Neuer Start für Frauen – Mit Erfolg zurück in den Beruf“ hat sich über Jahre in Coburg etabliert und war bereits für viele Frauen in den Vorjahren ein richtiger Erfolgskurs. Inzwischen fand der Kurs zum elften Mal statt, teilt Susanne Müller, die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Coburg, mit.

Abschlussveranstaltung des Kurses „Neuer Start für Frauen“ mit den Teilnehmerinnen und der Kursleiterin Petra Vinzelberg, Oberbürgermeister Dominik Sauerteig, Gerold Gebhard, HWK, Susanne Müller, Gleichstellungsbeauftragte, Nina Axmann, JobCenter ...
Abschlussveranstaltung des Kurses „Neuer Start für Frauen“ mit den Teilnehmerinnen und der Kursleiterin Petra Vinzelberg, Oberbürgermeister Dominik Sauerteig, Gerold Gebhard, HWK, Susanne Müller, Gleichstellungsbeauftragte, Nina Axmann, JobCenter Stadt Coburg, Bianca Heger, Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg.
Foto: Constantin Hirsch

Die Teilnehmerinnen erhielten nun das Zertifikat über die Teilnahme in einer Feierstunde durch Oberbürgermeister Dominik Sauerteig überreicht.

In jeder Lebensphase kann dieser Kurs hilfreich sein für Frauen, die zurück ins Berufsleben wollen

Mit dem Projekt können Frauen jedes Alters eine Neuorientierung oder Weiterentwicklung für ihr Leben erfahren. Hierzu zählen persönliche Schritte genauso wie das Wiederentdecken der eigenen Fähigkeiten oder eine erfolgreiche Rückkehr ins Berufsleben.

Im Kurs setzen sie sich mit der eigenen gegenwärtigen Situation auseinander, werden sich ihrer Fähigkeiten und Stärken bewusst und machen eine Zieldefinition.

Oberbürgermeister Sauerteig hob hervor, dass es durchaus Mut brauche, sich auf die Themen einzulassen. „Es ist wichtig, dass Sie sich nicht von Ihrem Weg abbringen lassen, auch wenn vielleicht Schwierigkeiten auftreten mögen.“

Über eine Praktikumsstelle kam eine Teilnehmerin zur Ausbildungsstelle

Die Teilnehmerinnen bestätigten alle, dass sie sich besser und selbstbewusster fühlten, dass sie Mut gesammelt hätten, etwas Neues zu wagen, und bereit seien, ihre aktuellen Ziele jetzt konkret und aktiv umzusetzen. „Nur durch diesen Kurs und die beständige Bestärkung durch die Kursleiterin habe ich mich getraut, mir eine Praktikumsstelle zu suchen und jetzt eine Ausbildung zu machen,“ erzählte eine der Kursteilnehmerinnen. „Wir halten diesen Kurs auch weiterhin für sehr wichtig, da das Engagement unserer Kursleiterin Petra Vinzelberg und auch unser Konzept immer wieder große Wirkung zeigt“, sagte Susanne Müller, die den Kurs gemeinsam mit den Kolleginnen des Landkreises und des Awo-Mehrgenerationenhauses organisiert.

Der Kurs fand wie bereits in den Vorjahren im BTZ der Handwerkskammer statt. Gerold Gebhard, Leiter des Verwaltungssitzes Coburg der Handwerkskammer Oberfranken, sagte auch gleich für das Folgejahr den Kursort wieder zu. Er machte den Frauen auch deutlich, dass der Coburger Arbeitsmarkt, speziell auch im gewerblich-handwerklichen Bereich, Chancen für engagierte Frauen biete. Auch im nächsten Jahr ist wieder ein Orientierungskurs geplant. Das Projekt wird aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen gefördert.

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