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Wochenmarkt
Coburger Händlerin zieht sich zurück - aber warum?
Sandra Barthelmes an ihrem Marktstand „Sunny Fruits“ aus Dietersdorf.
Sandra Barthelmes an ihrem Marktstand „Sunny Fruits“ aus Dietersdorf. // Oliver Schmidt
Coburg – Seit 44 Jahren verkauft die Familie Barthelmes aus Dietersdorf Obst, Gemüse und Blumen auf dem Markt. Jetzt ist Schluss – zumindest in der bisherigen Form. Die Gründe bleiben unklar.

Der Coburger Wochenmarkt verliert offenbar eine Institution. Zumindest hat Sandra Barthelmes vom Stand „Sunny Fruits“ angekündigt, eine Pause einzulegen. Am Samstag, 31. Dezember, werde es deshalb einen „Schlussverkauf“ geben.

„Unüberbrückbare Differenzen“

Als Grund für den Rückzug nennt Sandra Barthelmes „unüberbrückbare Differenzen mit der Stadtverwaltung“. Um was es sich dabei genau handelt, möchte sie auf Nachfrage des Coburger Tageblatts allerdings nicht konkretisieren. Auch, was sie mit „Pause einlegen“ konkret meint, lässt sie offen. Ihrem Personal habe sie allerdings bereits gekündigt, und den Stand in der bisherigen Form werde es definitiv nicht mehr geben.

Stadt Coburg: „Würden Sandra Barthelmes ungerne verlieren“

Im Coburger Rathaus würde man einen kompletten Rückzug von „Sunny Fruits“ sehr bedauern. So sagt Stadtsprecher Louay Yassin auf Nachfrage des Tageblatts: „Wir würden Sandra Barthelmes ungern verlieren. Sie ist eine sehr engagierte Marktbeschickerin, die den Coburger Wochenmarkt seit vielen Jahren mit ihrem Stand bereichert.“

Längerfristige Lücke soll vermieden werden

Bislang habe die Stadt von Sandra Barthelmes jedoch lediglich die Information, dass sie ab dem 1. Januar 2023 pausieren möchte. Nun werde die Stadtverwaltung auf Frau Barthelmes zugehen und klären, was sie darunter versteht, kündigt Yassin an. Denn: „Eine längerfristige Lücke auf dem Wochenmarkt ist weder den Kunden und den anderen Marktbeschickern zuzumuten. Zumal es eine Liste von Bewerbern gibt, denen wir bisher keinen Platz anbieten konnten.“

In diesem Zusammenhang verweist Louay Yassin auch auf das neue Marktmanagement und das vorangegangene Gutachten, das die Stadt 2020 initiiert habe und dass sich nunmehr auszahle: „Erstmals seit langem haben wir von Seiten der Marktbeschicker mehr Anfragen als wir bedienen können.“ Dies sei „ein Zeichen der hohen Attraktivität des Coburger Wochenmarkts“, so der Stadtsprecher.

Den Stand von Familie Barthelmes aus Dietersdorf gibt es seit mittlerweile 44 Jahren auf dem Coburger Wochenmarkt. Verkauft werden Obst, Gemüse und Blumenschmuck.

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