Stadtrat
Kulmbachs Jugend will mehr Radwege
Die Jugendlichen wünschen sich  in Kulmbach mehr Radwege.
Die Jugendlichen wünschen sich in Kulmbach mehr Radwege.
Foto: Monika Skolimowska, dpa
Alexander Hartmann von Alexander Hartmann Bayerische Rundschau
Kulmbach – Sportliche Wünsche hat Kulmbachs Jugend. In der „Zukunftswerkstatt“ hat der Nachwuchs seine Ideen eingebracht.

Die Jugend will die Zukunft Kulmbachs mit gestalten. Etwa 200 junge Leute haben im Mai die Zukunftswerkstatt „Kulmbacher Ideenspinnerrei“ in der Stadthalle besucht und dort Wünsche genannt und Ideen eingebracht. Eine für eine Stadt wie Kulmbach stolze Teilnehmerzahl, wie der Leiter des Kreisjugendrings, Jürgen Ziegler, und Sozialgeograf Matthias Gebauer von der Uni Bayreuth, die das Projekt begleitet, am Donnerstag bei der Vorstellung der Ergebnisse in der Stadtratssitzung mitteilten.

Kulmbach attraktivieren

Ziel müsse es sein, der Jugend etwas zu bieten und Kulmbach attraktiver zu machen, auch um langfristig der demografischen Entwicklung entgegenzuwirken, sagte Matthias Gebauer, der selbst aus Kulmbach kommt und sich vom Ideenreichtum der jungen Leute beeindruckt zeigte.

Das steht auf der Wunschliste

Diese haben sich beispielsweise mehr Geschäfte, mehr Veranstaltungen und mehr Freizeitmöglichkeiten gewünscht, ihren Fokus aber vor allem auf den Sport gelegt. Basketball- sowie Bolz und Sportplätze standen auf der Wunschliste ganz weit oben. Was der Nachwuchs vor allem will: eine Aufwertung des Skaterparks sowie Radwege, die sicher in die Innenstadt hinein- und auch wieder herausführen.

„Auf junge Leute zugehen“

Jürgen Ziegler und Matthias Gebauer forderten die Stadträte auf, die Wünsche der Jugend ernst zu nehmen. „Sie sollten auf die jungen Leute zugehen und diese bei der Umsetzung mit einbinden“, sagte Ziegler. Das wird vor allem eine Aufgabe des Jugendbeirats um Torsten Grampp (CSU) sein, der sich, wie Grampp versicherte, mit den Ergebnissen der „Zukunftswerkstatt“ intensiv auseinandersetzen wird.

Ein Konzept reicht nicht

Es sollte das Ziel sein, mindestens ein Projekt zielführend zu verfolgen, sagte Oberbürgermeister Ingo Lehmann (SPD). Alle Fraktionen zeigten sich vom Engagement und der Bereitschaft der jungen Leute, ihre Stadt mit zu gestalten, beeindruckt. Dass sich die Jugend vor allem für Verbesserungen für Zweiradfahrer ausgesprochen haben, zeige, dass in Kulmbach etwas im Argen liege, sagte Dritter Bürgermeister Ralf Hartnack (WGK). „Wir brauchen nicht nur ein Radwegekonzept, wir brauchen Radwege.“

Mehr lesen Sie hier: 



Inhalt teilen

Oder kopieren Sie den Link: