Es sah für den Wimpernschlag eines Moments so aus, als hätte Gott am Firmament seinen großen Gleitaschirm aus Licht aufgespannt und sei an diesem sanft zur Erde geschwebt. Diesen Eindruck jedenfalls vermitteln die Fotos, die am Mittwochabend, 12. August 2026, myriadenfach um die Welt gingen. Vor allem in Südeuropa war das Himmelspektakel perfekt zu beobachten: Die Rede ist von der Sonnenfinsternis.
Auch in Kulmbach haben sich Fotografinnen und Fotografen auf die Lauer gelegt, um den richtigen Moment dieser "SoFi" nicht zu verpassen - wenn sie in unseren Breitengraden auch "nur" als partielle Finsternis zu erleben war.
So wie Horst Ellner, der sich das Phänomen vom Michelsreuther Berg aus hat nicht entgehen lassen.
Kerstin Münch hat die partielle Sonnenfinsternis in der Alten Forstlahmer Straße in Kulmbach verfolgt. Und das mit einem Clou: "Wir haben eine Sonnenbrille vors Objektiv der Handykamera gehalten!"
Johanna Springl hat der Redaktion Fotos aus Presseck zukommen lassen. Auch hier zeigt sich, wie das astronomische Ereignis dem Himmel über der Gemeinde einen glutroten Anstrich verlieh.
Eine solche irdische Sonnenfinsternis, auch Eklipse genannt nach dem griechischen Begriff für "Verdeckung", ist ein astronomisches Ereignis, bei dem die Sonne (von bestimmten Gebieten auf der Erde aus gesehen) durch den Mond teilweise oder komplett verdeckt wird. Der Schatten des Mondes streicht dabei über die Erde, was wiederum nur bei Neumond möglich ist.
Die SoFi am 12. August 2026 spielte sich größtenteils über Grönland, Island und Spanien sowie dem Nordpolarmeer und dem nördlichen Atlantik ab und war dort am besten zu beobachten. Das Maximum der Finsternis lag westlich von Island im Atlantik, die totale Phase dauerte zwei Minuten und 18 Sekunden.
Viele Interessierte hatten sich unter anderem in Richtung der Ferieninsel Mallorca aufgemacht, um sich das Ereignis mit der bestmöglichen Sicht anzuschauen. Dafür waren vielerorts entsprechende Schutzbrillen ausverkauft.












