Unsere Sportreporter
Tobias Herrling: Handballer, der sich quälen lässt
Im Handball spielt Tobias Herrling im Rückraum, als Sportreporter arbeitet er an vorderster Front.
Im Handball spielt Tobias Herrling im Rückraum, als Sportreporter arbeitet er an vorderster Front.
sportpress
Daniel Ruppert von Daniel Ruppert Fränkischer Tag
Coburg – Selbst auf dem Platz oder nur vorm Fernseher? Und welchem Team drücken die Sportredakteure die Daumen? Tobias Herrling würde sich gerne mit Handballtorwart Silvio Heinevetter „anlegen“.

Der sportliche Leiter eines Vereins muss nicht unbedingt sportlich sein. Regelmäßig brandet daher in der Sportredaktion die Diskussion auf, ob „sportlich“ in diesem Fall groß geschrieben werden muss. Diskutieren kann schließlich jeder Redakteur. Ansonsten gilt dasselbe wie für den Sportlichen Leiter: Das theoretische Wissen setzt keine (regelmäßige) Praxis voraus.

Wie sportlich die Sportredakteure des Fränkischen Tags, der Bayerischen Rundschau und des Coburger Tageblatts tatsächlich sind, welche Fachgebiete sie haben und wie sie in ihrem jetzigen Tätigkeitsfeld gelandet sind, stellen wir in unserer kleinen Serie vor. Diesmal: Tobias Herrling, der zwar vom Tontaubenschießen keine Ahnung hat, dafür im Handball die volle Kompetenz mitbringt.

Ich bin: Tobias Herrling

Ich arbeite bei der MGO seit: Dezember 2019

In der Sportabteilung bin ich … ebenfalls seit Dezember 2019. Zuvor war ich als Sport-Volontär und Sportredakteur in Fulda, ehe es mich zurück in meine fränkische Heimat verschlagen hat.

Die Sportart, über die ich am liebsten berichte, ist: Handball.

Diesen Sport betreibe ich selbst: Handball und in den Vorbereitungen mit Begeisterung Laufen, Spinning, Crossfit und ähnliches, womit man Spieler gerne quält.

Das war mein größter persönlicher Erfolg im Sport: Die Bezirksoberliga-Meisterschaft mit meinem Heimatverein TV Etwashausen, aber den anschließenden Klassenerhalt in der Landesliga mit einer jungen, fast nur aus einheimischen Spielern bestehenden Mannschaft schätze ich noch höher ein.

An diese Pleite erinnere ich mich ungern: 2014 bin ich mit der HSG Volkach am letzten Saisonspieltag aus der Bezirksoberliga abgestiegen, obwohl wir alles in der eigenen Hand hatten.

Von dieser Sportart hab’ ich keinen blassen Schimmer: Da gibt es einige, zum Beispiel Tontaubenschießen und sämtliche Arten des Reitsports.

Meine bisher spannendste Sportgeschichte war: Ein Interview mit einem Eritreer, der als Teenager mit zwei Kumpels ein Fußball-Länderspiel der Jugendnationalmannschaft in Deutschland zur Flucht genutzt hat.

Diesen Sportler würde ich gerne interviewen: Silvio Heinevetter. Ein Typ mit Ecken und Kanten, die es leider auch im Handball immer seltener gibt. Der Schlussmann ist schlagfertig, polarisiert und teilt gerne auch mal gegen Reporter aus – eine gute Mischung, um tolle Interviews zu bekommen.

Wenn ich nicht Sportredakteur geworden wäre, … hätte ich ganz viele interessante Leute wohl nicht getroffen und erst recht nicht deren Geschichten erzählt.

Zum Schluss noch ein schnelles Entweder-Oder.

Messi oder Ronaldo? Ronaldinho

Nadal oder Djokovic? Kevin Krawietz

Club oder Fürth? Ich verstehe die Frage nicht …

Champions League im TV oder Kreisklasse vor Ort? Kreisklasse vor Ort mit Bier und Bratwurst – die Königsklasse des echten Fans.

Brose Bamberg oder HC Erlangen oder Nürnberg Ice Tigers? TV Großwallstadt

100-Meter-Sprint oder Marathon? Weder noch

Synchronschwimmen oder Turmspringen? Turmspringen vom Drei-Meter-Brett ;-)

Skifahren oder Surfen? Skifahren

Stehplatz oder Sitzplatz? Steher

Selbst aktiv sein oder anderen in der Glotze beim Schwitzen zusehen? Macht beides Spaß.

Einzel- oder Teamsport? Teamsport

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