Es ist ein Sümmchen, das sich sehen lassen kann: Der Spendenverein „Franken helfen Franken“ hat bei einer Adventsaktion 30.000 Euro für den Verein Notfallmedizin Bamberg gesammelt. Zusätzlich spendete die Bamberger Kanzlei „Rechtsanwälte Winkler · Werthmann · Riegler“ 7000 Euro.
Damit stehen den Bamberger Notfallmedizinern rund 37.000 Euro zur Verfügung – ein Betrag, der allen Menschen zugutekommt, die im Ernstfall schnelle Hilfe benötigen.
Spenden stärken die regionale Notfallmedizin
„Wir sind überwältigt und überrascht von der großen Spendenbereitschaft der Bevölkerung“, sagt Markus Jasinski, Präsident des Vereins. Die Notärzte wollen dafür die Basisausstattung von Einsatzfahrzeugen erweitern und somit die notärztliche Versorgung in der Region verbessern.
Der Fränkische Tag hatte in einer Berichterstattung zu Spenden für ein mobiles Ultraschallgerät aufgerufen, das den Notfallmedizinern in entscheidenden Minuten wichtige Hinweise auf Diagnosen geben kann, die sonst nur in einer Klinik möglich wären.
Lebensrettende Maßnahmen können somit schneller eingeleitet und Fehlzuweisungen in Kliniken, die nicht spezialisiert sind, vermieden werden. Notärzte können beispielsweise noch am Unfallort innere Blutungen oder einen Lungenkollaps erkennen und gezielt die richtige Spezialklinik anfahren. Die Kosten liegen je nach Modell zwischen 5000 und 7500 Euro.
Mehr Anschaffungen möglich als erwartet
Dank der hohen Spendensumme kann der Verein weit mehr realisieren als ein einzelnes Gerät. „Dies ermöglicht es uns nicht nur, das Ultraschallgerät für Scheßlitz anzuschaffen“, erklärt Markus Jasinski. „Wir können die Fahrzeuge zusätzlich mit weiteren sinnvollen Utensilien ausstatten.“
Geplant sind unter anderem ein Blutgasanalysegerät, das Sauerstoff-, Kohlendioxid- und pH-Werte im Blut misst und so eine schnelle Einschätzung des Patientenzustands erlaubt. Außerdem vorgesehen sind ein Operationssieb, das bei Notfalloperationen zur Aufbewahrung, Reinigung, Sterilisation und Bereitstellung chirurgischer Instrumente dient – und ein zweites mobiles Ultraschallgerät für den Standort Bamberg.
Der FT hat Markus Jasinski und sein Team bei einem nächtlichen Einsatz begleitet:
Neben der technischen Ausstattung sollen auch Fortbildungen für das Einsatzpersonal finanziert werden. Zudem plant der Verein Investitionen in die präklinische Kühlung, die bei bestimmten Notfällen – etwa schweren Kopfverletzungen oder Herzstillstand – eine wichtige Rolle spielt. „Dies wird die Qualität der Notfallversorgung in Bamberg auf ein höheres Level bringen“, sagt Jasinski.
“Wir sind überwältigt und überrascht von der großen Spendenbereitschaft der Bevölkerung.
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In Bayern sind Notarzteinsatzfahrzeuge und Rettungswagen mit einer standardisierten Basisausstattung versehen, welche die Grundversorgung sicherstellt. Mit den Spenden will der Verein Notfallmedizin, der 2024 von rund zwanzig Notärzten und Rettungsdienstmitarbeitenden gegründet wurde, die Versorgung verbessern. „Ich hoffe, dass wir mit den knapp 40.000 Euro an Spenden – zusammen mit den Beteiligten der Rettungsdienste vom Bayerischen Roten Kreuz, den Maltesern sowie dem Zweckverband – den Rettungsdienst in Bamberg nachhaltig verändern.“
Lesen Sie in diesem Interview mit Notarzt Jasinski mehr über die Hintergründe:
„Hätte niemals mit derartiger Spendenbereitschaft gerechnet“
„Als ich die Anfrage von Markus Jasinski für die diesjährige Adventsaktion unserer Tageszeitungen vorgeschlagen habe, hätte ich niemals mit einer derartigen Spendenbereitschaft der Bamberger Bevölkerung gerechnet“, sagt Jessica Nickel, Vorstandsmitglied von „Franken helfen Franken“. „Ich bin überwältigt, wie viele Leserinnen und Leser Geld gespendet haben. Jeder Betrag – egal ob zehn Euro oder die höchste Einzelspende mit 5000 Euro – hilft.“
Rund 250 Einzelspenden haben eine Summe von 29.265 Euro ergeben – „Franken helfen Franken“ hat aufgerundet. „Wir als Spendenverein haben gerne nochmal aufgerundet und sagen ‚Vergelt's Gott‘ an alle, die gespendet haben!“
„Franken helfen Franken“ ist der Spendenverein der Mediengruppe Oberfranken, der sich zum Ziel gesetzt hat, gemeinnützige Vereine, Initiativen und Projekte zu unterstützen. Alle Spenden gehen dabei zu 100 Prozent an in Not geratene Menschen oder gemeinnützige Organisationen und Projekte in der Region bzw. im Verbreitungsgebiet. Hier finden Sie weitere Informationen.

















