Endlich freie Tage
Lesen, Tanzen, Entdecken: Tipps fürs Wochenende
The Cure
Robert Smith von der Band The Cure ist eine musikalische Ikone der 80er. Die Musik dieser Zeit läuft am Samstagabend im Bamberger Live-Club.
Foto: Ida Marie Odgaard/Ritzau Scanpix/AP/dpa
Christoph Hägele von Christoph Hägele Fränkischer Tag
Bamberg – Wenn es um die heimische Kulturszene geht, ist unser Redakteur Christoph Hägele Profi. Zum Wochenende schaut er auf die Woche zurück und gibt Tipps.

Liebe Freundinnen und Freunde der Kultur, 

Museen weltweit befinden sich im Zentrum aufgeregter Debatten. Das verdanken sie allerdings nicht intelligenten Ausstellungskonzepten (die es ganz sicher gibt!). 

Die  Aufmerksamkeit verdanken die Museen in Wahrheit jungen Klimaaktivisten, die Tomatensoße und Kartoffelbrei auf ikonische Bilder der Menschheitsgeschichte  –  etwa van Goghs "Sonnenblumen" –  klatschten. 

Mit Suppe für mehr Klimaschutz 

Mit Suppe und Kartoffelbrei verleihen die jungen Aktivisten ihrer Wut und Verzweiflung Ausdruck. Wut über die pflichtvergessene Klimapolitik. Verzweiflung über eine Welt, die sie für nicht mehr lebenswert halten.  

Was sie von diesem bilderstürmerischen Aktivismus im Namen des Klimaschutzes hält, habe ich in dieser Woche Kristin Knebel gefragt.

Sie ist seit einem knappen Jahr Direktorin der Museen in Bamberg.

Die Bamberger Museen sind nicht mehr auf dem Stand der Zeit 

Für den Protest der Aktivisten brachte Knebel Verständnis auf.

Ungnädiger fiel ihr Urteil allerdings über die städtischen Museen in Bamberg aus.

Deren Zustand nannte Knebel  als teilweise erschreckend und nur wenig anziehend für Besucher.

Davon entmutigen lässt sie sich allerdings nicht.


Kirstin Knebel, diesen Eindruck gewann ich im Gespräch, fängt mit ihrer Arbeit gerade erst richtig an. Hier können Sie den Artikel dazu lesen:

Bruce Springsteen singt jetzt Soul 

Bruce Springsteen hat eine neue Platte veröffentlicht.
Auf "Only The Strong Survive" heißt  sie.

Springsteen covert darauf Soul-Songs der vergangenen Jahrzehnte, von den Temptations, von den Supremes oder von Aretha Franklin. 

Viele der von Springsteen ausgewählten Songs stammen von schwarzen Sängerinnen und Sängern. 

Man könnte Springsteens neue Platte deshalb zum Anlass nehmen, um mal wieder über den Tatbestand der  "kulturellen Aneignung" zu streiten.

Immerhin nutzt hier ein alter, weißer und reicher Mann die Musik von schwarzen und deutlich weniger reichen Sängerinnen und Sängern, um noch ein bisschen reicher zu werden. 

Lieber die Originale hören! 

Muss man diese Diskussion führen?

Ich finde: nein.

Man könnte stattdessen einfach auch die Originale hören. Sie haben mehr Feuer und Leidenschaft als die leider doch sehr hüftsteifen Interpretationen von Bruce Springsteen.

Hier gibt's den ausführlichen Text zum neuen Album:

Meine drei Tipps fürs Wochenende: 

Zum Nachdenken: 

Am Samstag, 12. November, feiert um 20 Uhr im Studio des E.T.A.-Hoffmann-Theaters das Stück "Tiefer Grund" Premiere.  Das Auftragswerk von Björn SC Deigner begleitet ein Ehepaar bei ihrer Trauer um den toten Sohn. Was macht es mit ihnen, dass ihr Sohn vor seinem Tod zum Amokläufer und Mörder wurde?

Das einstündige Kammerspiel beschäftigt sich mit Schuldgefühlen, Trauer, toxischer Männlichkeit und den Szenen einer deutschen Ehe.

Kein leichter Stoff. 
Zu deprimierend aber soll die Inszenierung auch nicht werden: "Es kann auch gelacht werden", verspricht Regisseurin Sibylle Broll-Pape.


Zum Tanzen: 

Nena, Police, aha, Depeche Mode, The Cure oder  Eurythmics mögen zwar schlimme Frisuren und noch schlimmere Klamotten gehabt haben.  Ihre Musik aber ist doch über jeden Zweifel erhaben. Sie geht in die Beine und hebt die Laune. 

Am Samstag, 12. November, widmet der Live-Club in Bamberg der Musik der 80er einen ganzen Abend.

Die 80er-Party mit DJ Hannes beginnt um 22.30 Uhr. Groovy! 

 

Mit der ganzen Familie: 

In einem Museum kann es ganz schön lebhaft zugehen. Dass verdeutlichen – siehe oben – die Klimaaktivisten auf ihre ganz eigene Art. 

Der Ansatz des Nürnberger Spielzeugmuseums ist ein anderer. Das Museum ist lebhaft durch das, was es 1400 Quadratmeter Ausstellungsfläche präsentiert: Lego, Barbie, Playmobil, Matchbox. Schätze aus der Vergangenheit und der neuste Schrei aus der Welt des Spielzeugs. 

Für Kinder und alle, die beim Anblick von Spielzeug wieder zu solchen werden.  

 

Ich wünsche allen ein schönes und aufregendes Wochenende,

Christoph von fraenkischertag.de 

 

Und hier ist noch eine kleine Auswahl an Texten zum Weiterlesen:

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