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Neueröffnung
Das hat Forchheims neue Kletterhalle zu bieten
Endlich wieder Indoor-Klettern in Forchheim: Die Frankenjura Academy hat ihren Betrieb in der ehemaligen Magnesiahalle gestartet.
Endlich wieder Indoor-Klettern in Forchheim: Die Frankenjura Academy hat ihren Betrieb in der ehemaligen Magnesiahalle gestartet. // Stephan Großmann
Forchheim – Profis und Hobbykletterer unter einem Dach: Seit Montag hat die Frankenjura Academy in Forchheim geöffnet. Wie das Kletterzentrum in der ehemaligen Magnesia Kletterhalle aussieht und was die Betreiber planen.

Schwindelfrei sind die meisten, die hierherkommen. Das sollten sie auch, wenn sie über 34 verschiedene Routen bis an die Hallendecke klettern. Lange haben sich Forchheims Kletterfans auf die Wiedergeburt der ehemaligen Magnesia-Kletterhalle gefreut. Nun ist es so weit, die Türen stehen offen.

Seit Montag hat Forchheims neue Kletterhalle geöffnet.
Seit Montag hat Forchheims neue Kletterhalle geöffnet. // Frankenjura Academy

Frankenjura Academy in Forchheim seit 22. April geöffnet

Seit Montag ist wieder Betrieb in der Trettlachstraße 3 im Forchheimer Osten, zumindest teilweise steht der knapp 1200 Quadratmeter große Kletterbereich für Sportlerinnen und Hobbykletterer offen. Gedacht ist die Frankenjura Academy sowohl für den Hobbykletterer, den der Wetterbericht aus der Fränkischen Schweiz vertreibt, als auch für ambitionierte Profi-Kletterer. Laut Website sind die Wände gar weltcuptauglich für Boulder (Klettern ohne Seil und Gurt) und Lead (Vorstiegsklettern: Es geht darum, eine definierte Route in einer vorgegebenen Zeit möglichst sturzfrei zu durchklettern oder höher als die anderen Starterinnen und Starter zu kommen.)  

Dreiergespann: Alexander Megos, Christoph Hanke, Antonia Gampert

Kein Wunder, gehören zum Team um Betriebsleiterin Antonia Gampert auch die beiden Profi-Kletterer Christoph Hanke und Alexander Megos. Die beiden haben sich die 2019 geschlossene Magnesia-Kletterhalle ausgesucht, um eine Kletterakademie zu gründen, „die den professionellen Sportkletterbereich um vielseitige Schulungskompetenzen ergänzt und Trainings- wie auch Ausbildungsmöglichkeiten an einem Ort vereint“, wie sie selbst auf ihrer Homepage schreiben.

Haben die Fäden in der neuen Kletterhalle in der Hand: Christoph Hanke, Antonia Gampert und Alexander Megos (von links).
Haben die Fäden in der neuen Kletterhalle in der Hand: Christoph Hanke, Antonia Gampert und Alexander Megos (von links). // Frankenjura Academy

Fast genau ein Jahr ist es her, dass sie das erste Mal in der ehemaligen Magnesiahalle standen. Seither hat sich viel getan, Hunderte Griffe wurden abgeschraubt, neue gesetzt, Wände neu aufgezogen, gestrichen und und und. „Nun ist für jeden etwas dabei“, erklärt Antonia Gampert bei einem Rundgang. Und doch gebe es noch einiges zu tun, weshalb sie nur von einer „Teileröffnung“ spricht.

Es soll noch einen großen Wanddurchbruch geben, wo dann ein 400 Quadratmeter großer Boulderbereich entstehen soll. Auch der Bistro- und Außenbereich fehlt noch, die Matten an den Füßen der Kletterwände muss noch geliefert werden, auch sind die Umkleiden noch nicht betriebsbereit.

360-Grad-Blick in die Frankenjura Academy Kletterhalle Forchheim

360-Grad-Blick in die Frankenjura Academy Kletterhalle Forchheim

Öffnungszeiten, Preise, Infos

Im September oder Oktober wolle man komplett öffnen, sagt Gampert. Bis dahin bleiben daher die Öffnungszeiten eingeschränkt, geöffnet hat die Halle montags, mittwochs, donnerstags und freitags von 17 bis 22 Uhr. Tagsüber wollen sich Gampert und ihr Kletterteam noch die Flexibilität behalten, größere Bauarbeiten vorzunehmen oder Gruppen zu betreuen.

Der Eintritt kostet zehn Euro (noch keine Kartenzahlung). Klettern darf, wer mindestens 14 Jahre alt ist (auch in Begleitung der Eltern) und vorab eine Einverständniserklärung heruntergeladen und beim ersten Mal mitgebracht hat. Für Erwachsene sei eine Registrierung vorab nicht zwingend nötig, Gampert rät allerdings dazu, um auch einen Platz zu bekommen, zudem gehe der Check-in vor Ort dann schneller.

Profibetreuung, Ausbildung, Breitensport

Wie es sich für eine Academy gehört, sollen Ausbildung und Training eine große Rolle spielen. So solle die Halle „Anlaufpunkt für Aus- und Weiterbildungskurse für Kletter- und Bouldertrainer aus aller Welt“ sein, aber auch für die Qualifizierung von Routenbauern und Berufskletterern offen stehen. Daher soll die Halle nicht nur kommerzieller Anlaufpunkt werden, wie Christoph Hanke vergangenen Sommer im FT-Interview sagte. Sie müsse sich tragen, aber keinen Gewinn machen, hieß es. 

Kletterprofi Alexander Megos
Kletterprofi Alexander Megos // Angelika Warmuth/dpa

Nicht vergessen wolle die Frankenjura Academy den Breitensport. Hin und wieder können Kletterbegeisterte zum Beispiel ein Training bei Christoph Hanke und Alexander Megos starten. Dies wird jedoch – zumal die diesjährige Klettersaison gerade erst beginnt – nicht allzu häufig stattfinden können. Außerdem steht vor allem für den gebürtigen Erlanger Megos eine wichtige Reise nach China an: Dort möchte er die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Paris schaffen.

Wer ähnliche Ambitionen hegt, kann dies ab sofort in Forchheim auch wieder trainieren, wenn es draußen am Fels zu nass oder zu kalt ist.

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