Es ist Sonntagabend, 20.15 Uhr. Eine Zeit, die viele von uns gerne auf der Couch vor dem Fernseher verbringen. Und so mancher Forchheimer staunte vermutlich nicht schlecht, als er auf Kabel 1 seine eigene Stadt zu sehen bekam. Genauer gesagt in der Sendung „Deutschlands größte Geheimnisse“ Wer hätte gedacht, dass unser Forchheim in dieser Sendung auf Kabel 1 eine Rolle spielen könnte?
Dreiköpfiges Filmteam kam nach Forchheim
Brauereimeisterin Martina Hebendanz wusste bereits seit Juli Bescheid. Kurz vor dem Annafest war das dreiköpfige Filmteam der Fernsehshow von 7.30 Uhr morgens bis abends um 19 Uhr in Forchheim zu Gast. In der Sendung werden die wunderlichsten Dinge und unglaubliche Fakten zu Deutschland in einem Ranking vorgestellt. Prominente kommentieren und rätseln dabei mit, unter anderem Quiz-Spieler Sebastian Jacoby oder Komikerin Mirja Boes.
Kabel 1 wurde selbst auf Forchheim aufmerksam. Die Anfrage landete direkt bei der Touristinformation. Die wiederum kontaktierte Martina Hebendanz, die als Brauereimeisterin für das Forchheimer Geheimnis prädestiniert war. „Das war ganz schön aufregend. Kabel 1 ist schließlich kein No-Name-Sender“, sagt Hebendanz, deren Telefon seit Sonntagabend glüht. Viele haben die Sendung gesehen und sprechen sie neugierig darauf an. Hebendanz selbst hat den Beitrag am Sonntag zum ersten Mal gesehen und ihn gemeinsam mit ihrem Mann und ihrem Sohn verfolgt.
„Da wird das meiste Bier getrunken“
Doch welches Geheimnis gibt es nun in Forchheim? In dem etwa zehnminütigen Beitrag wird das natürlich nicht sofort verraten. Man sieht Geheimnisträgerin Martina Hebendanz zuerst beim Biertrinken: „Unser Geheimnis sorgt für Erfrischung, ist Jahrhunderte alt und ist immer noch in Betrieb“, erklärt Hebendanz in die Kamera. Danach geht es in die Metzgerei – Kaiserbeißer kaufen. Dort gibt sie gleich den nächsten Hinweis: „Geräuchert wird bei unserem Geheimnis nicht, haltbar macht es aber trotzdem.“
Die Promis rätseln: Was könnte Forchheims Geheimnis sein? Szenenwechsel. Inzwischen sitzt Martina Hebendanz mit Freunden im Kellerwald und trinkt Bier: „Bei uns gibt es einen süffigen Weltrekord, aber deshalb machen wir bei uns kein Fass auf.“ Promi Jürgen Milski wittert das Geheimnis: „Da wird das meiste Bier getrunken“, scherzt er.
20.000 Quadratmeter groß: Der Kellerwald ist das Geheimnis
Wo das Bier in Forchheim gelagert wird, zeigt Hebendanz gleich in der nächsten Szene. Die Kamera folgt ihr durch die dunklen Gänge des Bierkellers. „Hier wird es einem ganz schön mulmig: Es schüttelt einen regelrecht, aber nicht vor Grusel, sondern vor Kälte.“
Das muntere Rätselraten der Promis geht weiter. Ob es im Keller ein besonderes Gestein gibt, mit einem besonderen Mineral, das dafür sorgt, dass das Bier länger haltbar ist? Spezielle Gase oder gar ein Salzkeller?
Martina Hebendanz deckt auf: „Auf diesen Bierkellern befindet sich der Forchheimer Kellerwald mit einer 20.000 Quadratmeter großen Fläche. Der größte Biergarten der Welt.“
Die Promis sind verblüfft: „Und das in einer der kleinsten Städte in Bayern.“ Die bekannte Unternehmerin Claudia Obert macht sogar den ultimativen Vergleich mit München: „Das ist ja so groß wie das Oktoberfest.“
Erstmalig 100.000 Übernachtungen
Solche Vergleiche hört Nico Cieslar, Leiter der Touristinformation in Forchheim, natürlich gern. „Wir sind begeistert und sehr zufrieden. Zur Prime Time im Fernsehen zu laufen, das ist sehr viel wert“, sagt Cieslar auf FT-Nachfrage.
Bereits kurz nach dem Annafest berichtete auch schon RTL Explosiv über den Kellerwald und das Annafest. „Da merkt man, dass sich die Arbeit, die wir machen, lohnt. Der Kellerwald ist unser Aushängeschild im Internet und hat deutlich an Präsenz zugenommen.“
Die Übernachtungszahlen geben ihm Recht. „Ich gehe davon aus, dass die Übernachtungszahlen für Forchheim in diesem Jahr erstmals bei 100 000 liegen“, sagt Cieslar stolz. Natürlich müsse man noch den November und Dezember abwarten. Doch gehe man von ähnlichen Buchungen wie im vergangenen Jahr aus, ist dieser Rekord heuer sicher. Erstaunlich, lagen die Zahlen 2017 und 2018 noch bei rund 35 000 Übernachtungen. Woher also dieser rasante Anstieg? „Durch die beiden Hotels Niu und Arivo haben wir einfach mehr Kapazitäten. Langfristig brauchen wir natürlich auch ein schönes Innenstadt-Hotel und die Gastronomie, die sich weiter entwickelt“, so Cieslar.
Zurück zu Forchheims Geheimnis: Kabel 1 hatte bei seinem Besuch in Forchheim ein genaues Drehbuch mitgebracht. „Daran musste ich mich halten. Die genauen Szenen hatte das Team schon vorher im Kopf“, erzählt Hebendanz.
Die Sendung ist zu sehen auf joyn.de/serien/deutschlands-groesste-geheimnisse.
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