In dieser Debatte geht es nicht um Vernunft. Denn dann wäre die weitreichendste Idee für ein integriertes Verkehrskonzept längst umgesetzt. Die hieße: Autos raus aus der City.
Das wäre der logische nächste Schritt hin zu einer Verkehrswende, die ihren Namen verdient. Und statt sich als Leidtragende zu sehen, die für eine konsequente Umsetzung der Klimaziele leiden müssen, können die Forchheimer erhobenen Hauptes durch die autofreie Innenstadt gehen und sich freuen, in einer fortschrittlichen Kommune zu leben.
In dieser Debatte geht es nicht um Vernunft
Aber in dieser Debatte geht es nicht um Vernunft. Es geht um Bequemlichkeit. Um Befindlichkeiten. Es gibt nichts Schwierigeres, als dem Deutschen sein Auto madig zu machen. Zu mächtig die Lobby, zu hartnäckig die Liebe zu den Karossen, die so vielen die Welt bedeuten.
Das spricht so natürlich niemand aus. Aber auffällig ist, dass sich die Gräben in dieser Diskussion klar zwischen klassischen konservativen und nicht konservativen Positionen befinden. Nun führen die Gegner einer autofreien Vision für die Kreisstadt gewichtige Argumente ins Feld.
Würde Forchheim ohne Autos zur Geisterstadt?
Das fulminanteste: Den Händlern gingen noch mehr Kunden verloren, Forchheim mutierte im schlimmsten Falle gar zur Geisterstadt, weil Autofahrer einen Bogen um sie machten.
Es stimmt, die Attraktivität der Innenstadt ist eine der drängendsten Baustellen in Forchheim. Nun noch Autos auszusperren, ohne vernünftige Alternativen anzubieten, würde nicht funktionieren.
Aber – wie die leidvolle Erfahrung zeigt, auch die besten Alternativen würden ignoriert, wenn die Menschen nicht auf sie angewiesen wären. In einer autofreien Stadt wären sie das.
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