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Baubeginn Forchheim West
Neues Umspannwerk sichert Forchheims Stromzukunft
Beim symbolischen ersten Spatenstich für das neue Umspannwerk waren unter anderem Landrat Hermann Ulm (3.v.l.), Forchheims Oberbürgermeister Uwe Kirschstein (4.v.r.) sowie Christian Sponsel (3.v.r.) und Mathias Reznik (2.v.r.), beide Geschäftsführ...Forchheim & Fränkische Schweiz
Beim symbolischen ersten Spatenstich für das neue Umspannwerk waren unter anderem Landrat Hermann Ulm (3.v.l.), Forchheims Oberbürgermeister Uwe Kirschstein (4.v.r.) sowie Christian Sponsel (3.v.r.) und Mathias Reznik (2.v.r.), beide Geschäftsführer der Stadtwerke Forchheim, dabei. // Wilhelmine Kofler
Signet des Fränkischen Tags von Wilhelmine Kofler
Forchheim – Ein neues Umspannwerk entsteht, das Forchheims Energiezukunft sichert. Der Bau nahe dem Pilatusring soll potenzielle Versorgungslücken schließen.

Am Dienstag erfolgte der symbolische erste Spatenstich für das Technikhaus des neuen Umspannwerkes in der Nähe des Pilatusrings. „Wir sichern nicht nur die Energieversorgung von heute, sondern legen den Grundstein für die nachhaltige und klimafreundliche Energiezukunft unserer Stadt“, sagte Forchheims Oberbürgermeister Uwe Kirschstein.

Um die Netzanbindung optimal vorzubereiten, wurden bereits die Schutzrohre für die Mittelspannungskabel unter der B 470 verlegt, wie die Stadt in einer Pressemitteilung erklärt. Das mache künftige Erweiterungen ohne zusätzliche Umweltbelastungen möglich. In den kommenden Jahren entstünden rund zehn Kilometer neue Mittelspannungskabeltrassen, um eine zuverlässige und flexible Stromversorgung sicherzustellen.

Über 1300 archäologische Funde

Das Grundstück von rund 9000 Quadratmetern wurde von der Stadt gekauft. Wie sich herausstellte, befand sich hier in der späten Bronzezeit eine Siedlung, weshalb ein archäologisches Team beauftragt wurde, das Gebiet abzusuchen. Die Funde wurden dokumentiert und gesichert. Das Team legte über 1300 Funde frei, darunter Hausgrundrisse, Keramikfragmente und Relikte der Siedlung aus der Urnenfelderzeit (ca. 1000 v. Chr.). Die Untersuchungen laufen weiter, aber auf dem Bereich, auf dem das Technikgebäude entsteht, sind sie abgeschlossen.

Mit dem Bau eines zweiten Umspannwerks stärkt die Stadt Forchheim nach eigenem Bekunden die Versorgungssicherheit. Die aktuelle Auslastung des bestehenden Umspannwerks in der Paul-Keith-Straße liege bei circa 75 Prozent und umfasse die gesamte Versorgung der Stadt Forchheim. Netzberechnungen zeigten, dass der steigende Energiebedarf durch die Mobilitätswende, den Zuwachs an Industrie und Gewerbe sowie den Wohnraumausbau die Kapazitäten des bestehenden Umspannwerks bis 2030 übersteigen wird. Da eine Erweiterung nicht möglich sei, sei der Bau eines zweiten Umspannwerks erforderlich geworden.

Gesamtkosten betragen 11,4 Millionen Euro

Die Investition beläuft sich auf insgesamt rund 11,4 Millionen Euro. Etwa 4,1 Millionen Euro davon entfallen auf das Schalthaus, weitere 4,1 Millionen Euro auf den 110-kV-Teil sowie drei Millionen für die Anbindungsleitungen ans Stadtgebiet. Die Holzfassade soll für eine harmonische Eingliederung in die Landschaft sorgen, die Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 70 kWp die Eigenstromversorgung des Umspannwerks gewährleisten. Außerdem seien Plätze für weitere Transformatoren bereits vorgesehen. Ferner habe man 4000 Quadratmeter CEF-Ausgleichsfläche für die geschützte Knoblauchkröte geschaffen.

Nicht immer wird Strom dort erzeugt, wo er verbraucht wird. So muss die Energie teils über Hunderte von Kilometern transportiert werden, was mit einer Spannung von 380.000 Volt erfolgt, um Leitungsverluste zu minimieren. Daher braucht es Umspannwerke, um den Strom in die für Haushalte benötigte Spannung von 230 Volt zu transformieren.

Ende des Jahres soll die Schaltzentrale fertig sein, Ende 2026 dann das Umspannwerk.

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