Ende September ist wohl Schluss. Elisa Rittmeier ist dann nicht mehr Forchheims Klimaschutzmanagerin. Dass sie nicht für immer in der Königsstadt arbeiten würde, hatte sich zwar von Beginn an angedeutet. Doch nun herrscht Gewissheit.
Was steckt hinter dem Weggang von Elisa Rittmeier?
Zum ersten Mal hatte es diese Position in der Königsstadt überhaupt gegeben, die 31-Jährige hatte sie seit 2021 inne. Nun hört sie also auf. Über ihre Gründe möchte sie am Telefon nicht viel sagen, nennt lediglich „persönliche Gründe" als ausschlaggebend für diese Entscheidung. Auf Nachfrage erklärt sie aber, dass ein neues Jobangebot in ihrem Wohnort Bamberg auf sie wartet. Was sie dort tue? Verrät sie nicht. Nur so viel: „Ich bleibe der Thematik Klimaschutz treu."
Positiv für Forchheim: An ihrem Job in Forchheim oder einer schwierigen Zusammenarbeit mit einigen politischen Akteuren, wie es seinerzeit beim Weggang Elena Büttners als Citymanagerin war, habe es nicht gelegen, beteuert sie. Das ist ein entscheidender Punkt, gilt es doch nun, rasch eine Nachfolge für Rittmeier zu finden.
Nachbesetzung läuft: Ausgang offen
Aktuell läuft wohl die Nachbesetzung, zumindest habe es bereits Ausschreibungen gegeben, sagt Stadtsprecherin Britta Kurth. Ob und wie sehr die Suche nach einer Nachfolgerin oder einem Nachfolger für Rittmeier von der aktuellen Haushalts-Situation der Stadt samt der beschlossenen Besetzungssperre ausgebremst wird, bleibt abzuwarten. Dass Rittmeiers Projekt-Job vom Bundesumweltministerium gefördert wird, dürfte die Sache erleichtern.
Und: Elisa Rittmeier zieht ein positives Fazit ihrer dreijährigen Projektzeit. „Wir haben unsere Ziele im Rahmen des Projektplans erfüllt", sagt sie. Damit meint sie vor allem das Klimaschutzkonzept, welches in den vergangenen Jahren entstanden und im Herbst 2023 verabschiedet worden ist. Zwar seien noch viele der Ideen nicht umgesetzt worden und die „Gegebenheiten aktuell nicht rosig für das Konzept", aber der Wille für mehr Klimaschutz sei in Forchheim erkennbar.
Erfolge zum Abschied: Machbarkeitsstudie und Leitbild
Dieser Wille lässt sich auch an den Ergebnissen ihres letzten offiziellen Termins in Forchheim ablesen. Im Planungs- und Umweltausschuss des Stadtrates überzeugte Rittmeier das Gremium am Dienstagabend sowohl davon, eine Machbarkeitsstudie über den möglichen Nutzen eines Nahwärmenetzes im Forchheimer Norden in die Wege zu leiten, als auch davon, den Inhalten ihres energie- und klimapolitischen Leitbildes zuzustimmen. Wenngleich vor allem Letzteres nicht ohne Vorbehalte vonstattenging: Nach längerer Diskussion sprach sich am Ende mit acht zu sieben (gegen die Stimmen von CSU, Jungen Bürgern und FDP) eine hauchdünne Mehrheit dafür aus.
Anm. d. Red.: Dieser Text ist zuerst am 16.9.24, 16:09 Uhr, erschienen und wurde am 17.9.24 nach einem Telefonat mit Elisa Rittmeier ergänzt, die wir vor der Erstversion des Artikels nicht erreicht hatten. Außerdem wurde am Abend noch das Ergebnis des Planungs- und Umweltausschusses eingearbeitet.
Lesen Sie auch:












