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Neuer Wirt im Kellerwald
Annafest 2025: Elch-Bräu Thuisbrunn übernimmt Schäff Keller
Neues Jahr, neuer Wirt: Für das Annafest 2025 wird Familie Kugler mit ihrer Elch-Bräu aus Thuisbrunn übernehmen.
Neues Jahr, neuer Wirt: Für das Annafest 2025 wird Familie Kugler mit ihrer Elch-Bräu aus Thuisbrunn übernehmen. // Foto: Stephan Großmann
Forchheim – Es tut sich schon wieder etwas im Kellerwald: Ab dem Annafest 2025 gibt es einen neuen Wirt auf dem Schäff Keller. Was er plant und welche Biere er mitbringen will.

Es röhrt schon bald im Kellerwald: Georg Kugler wird ab 2025 die Bewirtung auf dem Schäff Keller während des Annafestes übernehmen. Dies teilt Kellerwald-Bürgermeister Udo Schönfelder erfreut mit. „Das ist eine gute Nachricht, auch weil damit ein weiteres Stück regionale Biervielfalt in den Kellerwald zieht.“

Damit sind zum aktuellen Stand beinahe alle Keller sicher am Annafest bewirtet – und das große Ziel Schönfelders erreicht. Lediglich der Weiss-Tauben-Keller und der Schlößla-Keller sind noch vakant, dem Vernehmen nach geht es dort jedoch nur noch um fehlende Unterschriften.

Das sagt Elch-Bräu-Chef Georg Kugler zum Annafest

Georg Kugler freut sich ebenso. „Wir machen den Keller. Es wird ein reines Bier- und Barkonzept werden“, sagt er. Zusammen mit Sven Goller vom Schwarzen Schaf in Bamberg werde es überdies einige Cocktails geben, gemischt mit den Produkten aus der hauseigenen Brennerei in Thuisbrunn, etwa dem beliebten Gin. Sogenannte Highballs sollen es werden, aus dem Fass ausgeschenkt.

Und, selbstverständlich, wird es eigenes Annafestbier geben. „Wir werden einen Sud brauen, nur fürs Annafest“, sagt Kugler. Und er hält noch eine Überraschung parat: Auch einen Whisky eigens fürs Fest soll es geben.

Georg Kugler selbst wird mit seinen Söhnen auf dem Annafest präsent sein und die bis zu 350 Gäste bewirten. „Wir betreiben den Keller nun ein Jahr auf Probe. Klappt alles, könnte ich mir schon ein längerfristiges Engagement vorstellen.“

Elch-Bräu Thuisbrunn: Zweiter Geburtstag nach Großbrand 2023

Ab Ende Mai werden Kugler und sein diplomierter Braumeister Marcel Gauth endlich wieder in Thuisbrunn loslegen können. Nach dem verheerenden Brand am 14. Februar 2023 folgte eine lange Zeit des Wiederaufbaus, vorübergehend ließ Kugler seine Biere in der Hallerndorfer Brauerei Rittmayer anfertigen.

2007 hatte Kugler die Brauerei in Thuisbrunn gegründet. Damit belebte er eine Tradition wieder, die am Standort des heutigen Gasthofs Seitz wahrscheinlich bis ins späte 16. Jahrhundert reicht. Wie die Kuglers sagen, habe 1792 Kanzleiinspektor Gottfried Köppel bei seiner Bestandsaufnahme für den preußischen König von dem vortrefflichen Bier berichtet, das der Thuisbrunner Bierbrauer ausschenke.

1852 hatte den Ausführungen nach Johann Wölfel 1852 den Betrieb übernommen, die Blütezeit der Thuisbrunner Wölfelschen Brauerei begann. Nach seinem Tod 1904 wechselte der Besitz des Anwesens mehrmals, später wurde der Brauereibetrieb eingestellt. Im Jahr 2002 übernahm die Familie Kugler das historische Anwesen und reaktivierte 2007 mit dem Thuisbrunner Elch-Bräu die Brauereitradition.

Schäff Keller: Mehrere Wirte in vergangenen Jahren

In den vergangenen beiden Jahren hatte das erfahrene Gastro-Trio bestehend aus Matthias Ruschik, Steffen Ostermeyer und Felix Schlickau den Schäff Keller während des Annafests betrieben. Die Jahre zuvor hatte Christoph Kauer am Zapfhahn gestanden.

Überdies blickt der Schäffbräu-Keller auf eine lange Geschichte zurück. Wie Angaben der Stadt Forchheim zu entnehmen ist, wird das Kellerrecht dort bereits seit 1692 genutzt. Erste Überlieferungen des Kellerbetriebs stammten aus dem Jahr 1864. 32 Jahre später wird ein Kellerhäuschen gebaut, das heute nicht mehr existiert. 1925 wird dann das obere Schankhäuschen errichtet, 1936 folgen Toiletten.

Der Schäff Keller gehört zu insgesamt 23 Kellern, die den besonderen Flair im Forchheimer Kellerwald ausmachen. Während manche Einrichtungen wie etwa der Glockenkeller, der Greif Keller und der Schaufel Keller das ganze Jahr über geöffnet haben, gehört der Schäff Keller zum Großteil derer, die nur während der elf Tage Annafest öffnen.

 

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