Nachdem der geplante eigenwirtschaftliche Ausbau durch die Deutsche Telekom in den letzten Jahren nicht fortschritt, wurde im Hinblick auf ein nun zügiges Vorwärtskommen nach Alternativen gesucht. Für den Ausbau sei als Grundlage die Unterzeichnung einer gemeinsamen Erklärung notwendig, fasste Bürgermeister Claus Schwarzmann zusammen.
Offene Grabenbauweise
„Wäre nicht die offene Grabenbauweise ein idealer Zeitpunkt, die Dachständer ganz zu entfernen und die Leitungen mit in den Boden zu verlegen?“, startete Georg Peßler (WG NBE) die Debatte. Schwarzmann versprach, den Gedanken mit aufzunehmen.
Ulrike Nistelweck (FW) fragte nach, ob in Eggolsheim mit Problemen in der Zusammenarbeit mit der UGG zu rechnen sei. Geschäftsleiter Stefan Loch bestätigte, dass es der Gemeinde bewusst sei, dass Schwierigkeiten aufkommen könnten, „wir rechnen gerade anfangs damit“. Auch Martin Distler (Bündnis 90/Grüne) gab zu bedenken, dass auf die Beschäftigung von Subunternehmern bei der UGG zu achten sei – „die Gräben müssen auch wieder zugemacht werden“, war sein Statement.
Reinhard Stang (AS) plädierte dafür, nochmals auf die Telekom zuzugehen. Er habe im Internet recherchiert, und von vielen Umstellungsproblemen in Zusammenhang mit der UGG gelesen. Beim Übergang von Anbietern müssten die Haushalte mit Problemen rechnen, angefangen von der Änderung der Mail-Adresse bis hin zu Telefonnummern.
Gibt es einen Zeitplan?
„Die Telekom wird erst reagieren, wenn die UGG gestartet haben“, prognostizierte Loch. Dies sei auch andernorts schon so gewesen, und es könne passieren, dass beide Unternehmen mit dem Ausbau parallel beginnen. Martin Albert (JB) fragte nach, ob die UGG einen Zeitplan vorgelegt habe und wollte den Beschlussvorschlag aufgenommen wissen, dass erst unterzeichnet werde, wenn auch ein Zeitplan zugrunde liege.
Dritter Bürgermeister Christian Grieb (OEB) sah hingegen die „Chancen größer als die Schwierigkeiten“. Hans-Jürgen Dittmann (CSU) sah ebenso Fluch und Segen in dem Glasfaserausbau, „weil die Umstellung kommen wird“ und vielen Menschen nicht klar sei, was auf sie zukomme. „Niemand ist gezwungen, auf Glasfaser umzustellen“, fasste Bürgermeister Schwarzmann zusammen. Es bleibe die Entscheidung eines jeden Hauseigentümers selbst.
Am Ende war der Gemeinderat einstimmig für eine Zusammenarbeit mit der UGG.
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