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Neuer Supermarkt
Er weckt Hoffnung für Forchheims Innenstadt
Der 24-jährige Mahsun Can Günerhan möchte in wenigen Tagen die Eröffnung seines neuen Lebensmittelmarktes in der Nürnberger Straße 2 feiern. Der Supermarkt “Güni“ soll ein Laden für alle Forchheimerinnen und Forchheimer werden.Forchheim & Fränkische Schweiz
Der 24-jährige Mahsun Can Günerhan möchte in wenigen Tagen die Eröffnung seines neuen Lebensmittelmarktes in der Nürnberger Straße 2 feiern. // Ronald Heck
Forchheim – Viele Forchheimer warten sehnsüchtig auf einen Nahversorger im Stadtzentrum. In Kürze öffnet der neue Einkaufsladen “Güni“. Das erwartet die Besucher.

Die meisten Regale sind schon gut bestückt. Nach den Weihnachtsfeiertagen will Mahsun Can Günerhan dann durchstarten: Am Dienstag, 28. Dezember, wird der junge Forchheimer gemeinsam mit seiner Familie den neuen türkischen Supermarkt „Güni“ in der Nürnberger Straße 2 eröffnen.

Viele Innenstadtbewohner warten gespannt darauf, dass der neue Lebensmittelladen seine Pforten öffnet. Denn nach dem plötzlichen Rewe-Aus am Paradeplatz fehlt in der Königsstadt seit über vier Monaten ein zentrumsnaher Supermarkt.

Supermarkt “Güni“: Ein Laden nicht nur für türkische Kunden

Neben ostanatolischen Produkten sollen im „Güni“ auch typisch deutsche, alltägliche Lebensmittel und Waren angeboten werden. Von Milch, Brot und Reis über frisches Fleisch, Obst und Gemüse bis zu Tiefkühlwaren, Süßigkeiten und Gewürzen. „Das wird nicht nur ein türkischer Laden, sondern wir wollen ein Supermarkt für alle Forchheimer sein, so dass unsere Kunden reinkommen und vieles einkaufen können“, sagt Günerhan.

In einer Woche wollen er und seine Familie nun endlich die Eröffnung feiern. „Geplant hatten wir eigentlich etwas früher zu öffnen, aber aufgrund der Lieferungsverzögerungen wegen Corona war es schwierig und die Eröffnung hat sich etwas verschoben“, erzählt der ältere Bruder Temel Günerhan. Bereits 2018 reifte innerhalb der Forchheimer Familie mit türkischen Wurzeln die Idee, einen eigenen Einkaufsladen mit türkischer Metzgerei in der Innenstadt zu eröffnen.

 

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„Ich und meine Brüder sind alle gebürtige Forchheimer. Mit dem Supermarkt wollen wir auch eine Investition für unsere Stadt machen und sie nach vorne bringen“, sagt Mahsun Can Günerhan.

Über 2000 verschiedene Produkte sollen angeboten werden. Frisches Obst und Gemüse werde aus dem Nürnberger Knoblauchsland geliefert. In der hauseigenen Metzgertheke wollen die Günerhans frisches Fleisch vom Rind, Kalb, Lamm, Hähnchen und Pute verkaufen. Das Fleisch aus Deutschland soll nach Halal-Richtlinien, den Prinzipien des islamischen Glaubens entsprechend, geschlachtet werden.

Eine Spezialität, die der Supermarkt zudem bieten will, ist trocken gereiftes Edelfleisch aus dem extra beschafften „Dry-Age“-Schrank. In einer eigenen Regalwand stehen außerdem 185 verschiedene Gewürze bereit.

Lieferservice für ältere Personen geplant 

Gemeinsam mit dem Forchheimer Seniorenbeirat wollen die Günerhans  auch einen Lieferservice für ältere Personen auf die Beine stellen. Die Idee: Zwei bis dreimal die Woche wollen sie bestellte Lebensmittel an Menschen, die nicht mehr aus dem Haus gehen können, in Forchheim beliefern. Der Service brauche allerdings noch Vorlaufzeit. Zunächst steht die große Supermarkt-Eröffnung am kommenden Dienstag an.

Während der Umbauarbeiten für den neuen Einkaufsmarkt blicken viele Passanten bereits neugierig auf die Neueröffnung des Supermarkts „Güni“. „In den vergangenen Wochen schauen jeden Tag die Leute in den Laden rein und fragen bereits, wann wir eröffnen“, berichtet der 24-Jährige.

Leerstand am Paradeplatz: Stadt Forchheim wird Untermieterin

Unterdessen gibt es eine Neuigkeit zu den leerstehenden Gewerberäumen am Paradeplatz 13, aus denen Mitte August der Rewe-Markt auszugezogen ist. Zum 15. November 2021 ist die Stadt Forchheim in den bestehenden Mietvertrag der Firma Rewe als Untermieterin eingestiegen, teilt eine Sprecherin der Stadt auf FT-Nachfrage mit.

„Die Stadt Forchheim setzt nach wie vor alles daran, einen Nachfolger für den Rewe-Markt am Paradeplatz zu finden.“ Die Stadtverwaltung verhandle bereits mit künftigen Betreibern eines Nahversorgers für den Gewerbestandort am Paradeplatz 13, erklärt    Oberbürgermeister Uwe Kirschstein (SPD). Die Gespräche würden weitergehen.

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