Programm 2023
Klimawandel ist Herausforderung für die Gartler
Was Permakultur ist und wie sie funktioniert, das zeigt Kathinka Neff in Schönbrunn im Steigerwald bei einem Vortrag bei sich zuhause.
Was Permakultur ist und wie sie funktioniert, das zeigt Kathinka Neff in Schönbrunn im Steigerwald bei einem Vortrag bei sich zuhause.
Guntram Ulsamer
Brigitte Krause von Brigitte Krause Fränkischer Tag
LKR Haßberge – Der Kreisverband für Gartenbau- und Landespflege bietet im Februar im Ubiz einen Saatguttag an. Hier kann man auch eigene Sämereien tauschen.

2023 bleibt die Lage spannend für die Hobbygärtner. Selbst wenn es Regenfälle gibt, wie die Zwiebel des Zeiler Naturfreundes Kurt Markert vorhergesagt hat, ist ja nicht ausgeschlossen, dass es dennoch lange Heiß- und Trockenphasen gibt. Extremes Wetter und der Klimawandel, so beurteilt auch der Kreisberater Guntram Ulsamer die Situation, bleibt die Herausforderung für alle Hobbygärtner.

So funktioniert es im Garten

Der Kreisverband für Gartenbau und Landespflege – die Dachorganisation der Gartenbauvereine im Landkreis Haßberge – möchte, wie Ulsamer betont, seine Mitgliedsvereine und alle Bürger im Landkreis mit dem neuen Jahresprogramm motivieren, an Wettbewerben und Aktionen des Kreisverbandes teilzunehmen. Letztlich profitiert man durch Wissensvermittlung und Erfahrungsaustausch. Ermutigt werden sollen alle Gartenfreunde eigene Strategien zu entwickeln, um auf die veränderten Klimabedingungen zu reagieren.

Saatguttag im Ubiz

Gemeinsam mit dem Umweltbildungszentrum (Ubiz)organisiert der Kreisverband denn auch einen Saatguttag am Sonntag, 26. Februar. Samenfestes Saatgut erwerben oder eigenes zum Tausch mitbringen, das können hier die Bürger des Landkreises.

Es stehen Händler bereit und Referenten beleuchten das Thema von der Saatgutgewinnung bis über die Sortenvielfalt. Auch Informationen über alte regionale Apfelsorten stehen im Mittelpunkt.

Bekannt sind die guten Saatgutmischungen des Kreisverbands, etwa die eigene Kreation „Haßbergmischung“, die sich aus ausdauernden, heimischen Kräutern zusammensetzt.

Mispel hält alles aus

Pflanze des Jahres ist heuer die klimafeste Mispel. Ulsamer: „Sie passt als Wildfruchtgehölz gut in unsere Gärten und Parks.“ 2023 steht ferner im Fokus des Bayerischen Streuobstpakts. Der Kreisverband möchte die Gartenbauvereine mit Beratung zu Obstsorten und bei der Bestellung der Bäume unterstützen.

So schneidet man Obstbäume

Mit zwei Obstbaumschnittkursen sollen Gartenfreunde das Wissen an die Hand bekommen, alte Obstbäume zu erhalten und den Obstbaum fachgerecht zu schneiden.

Der Kinder- und Jugendwettbewerb „Streuobst für alle!“ nimmt das Thema auf. Wie lässt sich der Lebensraum Streuobst für Kinder erlebbar machen? Gesundes Obst aus Streuobstanbau zu nutzen, aber auch die artenreichen Streuobstwiesen zu erhalten, sind das Ziel des Wettbewerbs.

Seminare

Seminare zum ökologisch orientierten Wirtschaften im Garten hält Referentin Christina Fallenbacher. Sie erläutert Gärtnern, Brot backen, Haltbarmachen, Trocknen und Fermentieren. Für alle, die das Thema Permakultur interessiert, bietet Kathinka Neff, Schönbrunn im Steigerwald, ein Seminar an.

Beim Bewerb „Natur im Garten“ sind Naturgartenbesitzer aufgerufen, ihr eigenes Gartenparadies einem kleinen Gremien zu präsentieren. Eine handwerklich hergestellte Plakette ist die mittlerweile sehr begehrte Prämie.

Naturgärten im Blick

Mit Vorträgen über das „Gärtnern im Klimawandel“, „Streuobst – Gesundes aus Garten und Landschaft“ und den Gestaltungselementen von Naturgärten wollen die Kreisfachberater Informations- und Überzeugungsarbeit leisten.

Die Gartenstudienreise führt vom 22. bis 26. Mai zu den Gärten am Bodensee. Neben Glanzlichtern im Bregenzer Wald, im Allgäu und am Bodensee sehen auch die Gärtnerinseln Reichenau und Mainau im Mittelpunkt der Reise.

Die Türen zum „Tag der offenen Gartentür“ 2023 sind diesmal im Kreis an verschiedenen Orten geöffnet. Mitglieder im Gartennetzwerk Gartenparadiese Haßberge zeigen ihre Refugien.

Verein des Jahres: Unterpreppach

Verein des Jahres ist der Gartenbauverein Unterpreppach – gerade einmal 118 Jahre jung und sehr engagiert bei der Gestaltung des Ortsbildes.

Als Verein ist er eine feste Institution und wichtig für das soziale Miteinander im Eberner Stadtteil. Mit einer eigenen Kindergruppe leistet er Nachwuchsarbeit im Dorf. Informationen gibt es über die Homepage des Kreisverbandes unter www.gartenbauvereine-hassberge.de.

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