Kirche Hafenpreppach
So schmuck und schon 300 Jahre alt
Im Jahr 1722 wurde die „Dreifaltigkeitskirche“ in Hafenpreppach eingeweiht; das war der Grund dafür, das 300-jährige Bestehen am vergangenen Sonntag mit einem Festgottesdienst zu begehen.
Im Jahr 1722 wurde die „Dreifaltigkeitskirche“ in Hafenpreppach eingeweiht; das war der Grund dafür, das 300-jährige Bestehen am vergangenen Sonntag mit einem Festgottesdienst zu begehen.
Jens Fertinger
F-Signet von Jens Fertinger Fränkischer Tag
Hafenpreppach – Festgottesdienst in Hafenpreppach: Die Dreifaltigkeitskirche besteht seit 300 Jahren. Die Festpredigt hielt eine prominente Geistliche.

Der Turm der Dreifaltigkeitskirche in Hafenpreppach blickt in diesen Tagen nunmehr 300 Jahre lang auf das Haßbergdorf an der Grenze zu Oberfranken. Die Einweihung des Gotteshauses erfolgte am 18. Oktober 1722; Pfarrer Johann Heinrich Köhler gab ihm den Namen „Kirche zur Heiligen Dreifaltigkeit“. Die Kirchengemeinde hatte somit allen Grund, dieses Jubiläum mit einem Festgottesdienst am 1. Adventssonntag zu begehen.

Regionalbischöfin Dorothea Greiner übernahm dabei vor allem die Predigt und die Feier zum Heiligen Abendmahl. Den liturgischen Teil gestaltete sie zusammen mit dem Ortsgeistlichen, Pfarrer Stefan Köttig.

Der Festgottesdienst lag primär in den Händen von Regionalbischöfin Dr. Dorothea Greiner und Ortspfarrer Stefan Köttig.
Der Festgottesdienst lag primär in den Händen von Regionalbischöfin Dr. Dorothea Greiner und Ortspfarrer Stefan Köttig.
Jens Fertinger

Eingangs fand Greiner Worte des Lobes für die Hafenpreppacher, die es in den 1970er Jahren zuwege brachten, die damals baufällige Kirche wieder in Stand zu setzen, und sagte wörtlich: „Ich gratuliere Ihnen zu Ihrer Kirche, die von ihrer äußeren architektonischen Form her anziehend ist und innen, wie ich finde, sehr anheimelnd.“

1922 ist Jubiläumsjahr, der 1. Advent ist der Tag der Jubiläumsfeier in Hafenpreppach

Da die Jubiläumsfeier auf den 1. Adventssonntag gelegt wurde, nahm die Regionalbischöfin dies zum Anlass, den Wochenspruch aus dem Alten Testament in den Mittelpunkt ihrer Predigt zu stellen. Sie verband den Text aus dem Prophetenbuch Sacharja mit den Aussagen des Matthäus-Evangeliums. Heißt es im Alten Testament „Siehe, Dein König kommt zu Dir, ein Gerechter und ein Helfer“, so verkündet das Neue Testament „Siehe, dein König kommt zu Dir, sanftmütig und reitet auf einem Esel“.

Ein Blick auf das Altarbild – dessen Inschrift bis heute nicht entschlüsselt werden konnte – „zeichnet Jesus, wie ihn unsere Bibelworte beschreiben: Da ist Güte und Milde im Blick, Sanftmut“, so Greiner wörtlich, und weiter „Wer Jesus in sein Herz einlädt, muss wissen, was er tut. Diese Einladung wird uns verändern, wir werden selbst sanftmütiger und friedfertiger werden; wir lernen die schenkende Gerechtigkeit.“ Mit einer illustrierenden Geschichte rundete die Bischöfin ihre Predigt ab und leitete so über zur gemeinsamen Feier des Heiligen Abendmahls.

Mehrere Musiker und Musikerinnen und ein Chor gestalten den Jubiläumsgottesdienst

Musikalisch ausgestaltet wurde der Gottesdienst vom Posaunenchor (Leitung Herbert Schoregge), dem Chor „Voices of Light“ (Leiterin Christine Kettler-Pohl) sowie Kerstin Geuß an der Orgel; die Evangeliumslesung übernahm Ria Schoregge.

Der Vormittag klang mit einer kleinen Nachfeier im Gemeindesaal aus, wo man sich bei einem Imbiss Zeit zum Gedankenaustausch nehmen konnte.

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