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Erlangen
Nach Razzia: 42-Jähriger wegen Drogenhandels vor Gericht
Marihuana, wie auf diesem Symbolfoto zu sehen, hat ein 42-Jähriger aus Erlangen verkauft. Nun steht er deswegen in Nürnberg vor Gericht.
Marihuana, wie auf diesem Symbolfoto zu sehen, hat ein 42-Jähriger aus Erlangen verkauft. Nun steht er deswegen in Nürnberg vor Gericht. // Tim@adobestock.com
Erlangen – Ein Mann aus Erlangen handelt mit Drogen. Um sie zu vertreiben, schließt er sich mit zwei Komplizen zusammen. Eine Hausdurchsuchung wird dem Trio zum Verhängnis. Nun erwartet sie ein langer Prozess.

Das Landgericht Nürnberg-Fürth verhandelt gegen drei Männer, unter ihnen ein 42-jähriger Erlanger, wegen des Handels mit Betäubungsmitteln. Zwei der Männer sind zudem in weitere Straftaten verwickelt. Der Erlanger sowie ein 39-Jähriger aus Nürnberg sollen einen regen Handel mit Cannabisprodukten im Großraum Nürnberg betrieben haben. Aus Sicht der Staatsanwaltschaft hat sich alles wie folgt zugetragen: Der 39-Jährige vereinbarte am 30. November 2022 mit einem Kunden ein Betäubungsmittelgeschäft über 1,9 Kilogramm Haschisch zu einem Preis von fünf Euro pro Gramm.

Der dritte Beschuldigte, ein 26-jähriger Azubi aus Nürnberg, vermittelte den Kontakt zu dem Kaufinteressenten. Die Übergabe fand am Abend des 30. November 2022 in Nürnberg statt. Bei diesem Treffen führte der 39-Jährige bewusst und griffbereit ein sogenanntes Karambit-Messer, ein Messer mit feststehender, sichelförmiger Klinge, mit sich. Dieses Vorgehen war mit dem 42-jährigen Erlanger abgesprochen.

42-Jähriger nach Razzia vor Gericht

Das Messer war dazu bestimmt, im Bedarfsfall gegen Menschen eingesetzt zu werden, um den Betäubungsmittelvorrat verteidigen zu können. Es wurde so mitgeführt, dass es sofort griffbereit war. Die Angeschuldigten wollten durch den Weiterverkauf Gewinn erzielen.

Am 21. Dezember 2022 durchsuchte die Polizei alle drei Wohnungen. Bei dem 42-jährigen Erlanger wurden 0,52 Gramm Methamphetamin, 14,81 Gramm Haschisch, 9,87 Gramm Psilocybin-Pilze, 14 LSD-Trips, 2,5 Tabletten Buprenorphin und 0,75 Gramm Tabak-Marihuana-Gemisch sowie Bargeld in Höhe von 950 Euro sichergestellt. Der 39-Jährige bewahrte zum Zeitpunkt der Durchsuchung 15,03 Gramm Amphetamin, 0,75 Gramm Methamphetamin und 9,83 Gramm Psilocybin-Pilze auf. Bei dem Auszubildenden wurden 43,56 Gramm Marihuana aufgefunden.

Drogenhandel auch nach Razzia

Die Razzia war für die Beteiligten jedoch kein Warnschuss. Der Auszubildende fasste mit seinem Kontaktmann erneut einen Tatplan und übernahm am Abend des 8. Januar 2023 in Parsberg 100 Gramm Marihuana, 100 Gramm Haschisch und 10 Gramm Methamphetamin zu einem Preis von insgesamt 1800 Euro. Auch dieser Kauf geschah in der Absicht, durch den Weiterverkauf Gewinn zu erzielen. Die Wohnung des 39-Jährigen wurde am 12. Juli 2023 erneut durchsucht.

Hier wurden 0,11 Gramm Methamphetamin, 27,50 Gramm Marihuana uns 3,3 Gramm Kokain sichergestellt. Der 42-jährige Erlanger, der sich seit dem 29. Juni 2023 wegen anderer Straftaten in der JVA befindet, sowie der 39-jährige Nürnberger müssen sich nun wegen bewaffnetem Handeltreiben von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge und dem Besitz von Betäubungsmitteln vor Gericht verantworten. Der Auszubildende wird beschuldigt, mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge gehandelt, Beihilfe zum Handeltreiben mit Betäubungsmitteln geleistet und Betäubungsmittel in nicht geringer Menge besessen zu haben.

Sechs Verhandlungen wegen Drogenhandels

Das Landgericht Nürnberg-Fürth hat für die Aufklärung der zur Last gelegten Straftaten derzeit sechs Verhandlungstermine angesetzt. Mit einem Urteil ist Anfang Februar 2024 zu rechnen.

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