Nur ein paar Tage ist es her, dass sich ein Notruf in Höchstadt vermeintlich als Familientragödie entpuppt hat. Am Montag, 5. Januar, fanden Polizeibeamte in einem Wohnhaus im Höchstadter Norden eine tote Frau auf. Die Ermittler gehen davon aus, dass diese getötet wurde. Vor Ort trafen die Polizeibeamten auf den Sohn der 69-Jährigen, der noch am Tatort festgenommen wurde.
Tötungsdelikt in Höchstadt: Frau starb durch Schnitt- und Stichverletzungen
Nun sind neue Informationen über die Tat bekannt. Wie die zuständige Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth auf Nachfrage der Redaktion mitteilte, habe die Obduktion der Leiche am Mittwoch, 7. Januar, neue Erkenntnisse ergeben, wie die Frau aus Höchstadt ums Leben gekommen sein könnte. Nach den vorläufigen Untersuchungsergebnissen gehe man davon aus, dass die 69-Jährige durch Schnitt- und Stichverletzungen in den Oberkörper gestorben sei.
Tat in Höchstadt: Tathergang und Motiv weiterhin unklar
Mit weiteren Details sowie dem vollständigen Obduktionsbericht rechnet die Staatsanwaltschaft in den kommenden Tagen. Eine Sprecherin verwies allerdings darauf, dass diese gegebenenfalls aus ermittlungstaktischen Gründen nicht öffentlich gemacht würden.
Damit bleiben sowohl der Hergang, die Tatwaffe als auch das Motiv nach dem derzeitigen Erkenntnisstand unklar. Bisher bekannt ist: Den Spuren am Tatort nach, geht das Polizeipräsidium Mittelfranken von einem Tötungsdelikt aus.
Wie berichtet, teilte eine Polizeisprecherin außerdem mit, dass der Notruf nicht von der Mutter oder dem Sohn, sondern von einer dritten Person abgesetzt worden sei. Deren Identität und das Verhältnis zum Opfer und dem mutmaßlichen Täter würden geheim gehalten, um die Person zu schützen.
Tatverdächtiger in psychiatrischem Krankenhaus untergebracht
Unklar bleibt weiterhin, warum der tatverdächtige Sohn zur vorläufigen Unterbringung in ein psychiatrisches Krankenhaus anstatt in Untersuchungshaft gebracht wurde. Das wirft Fragen nach dem psychischen Zustand und der Schuldfähigkeit des 44-Jährigen zum Tatzeitpunkt auf. Weitere Hintergründe durch die aktuellen Ermittlungen und die Vernehmungen der Zeugen durch die Polizei stehen aus.














