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Er soll Mutter getötet haben
Schockierende Tat in Höchstadt: War Sohn nicht schuldfähig?
Höchstadt
An dem Haus in Höchstadt ist noch Weihnachtsdeko aufgebaut, nichts lässt von außen auf die Tat schließen. // Foto: Andreas Dorsch
Höchstadt a. d. Aisch – Ein Sohn soll seine Mutter getötet haben: Ein Verbrechen, das Höchstadt zutiefst erschüttert. Zwei Tage nach der Tat bleiben viele Fragen offen, doch es gibt auch erste Antworten.

Auch am Tag nach der Schocknachricht aus Höchstadt gibt es viele Fragezeichen. Am Montagabend, 5. Januar, hatte ein Notruf die Polizei in ein Einfamilienhaus im Norden Höchstadts geführt. Dort hatten die Beamten eine leblose 69-Jährige vorgefunden. Noch vor Ort wurde ihr Sohn als dringend tatverdächtig festgenommen, die Kriminalpolizei Erlangen übernahm die Ermittlungen. Nach Angaben der Polizei hätten die Spuren vor Ort auf ein Tötungsdelikt schließen lassen. 

Weitere Informationen gab es am Tag darauf aber erst einmal nicht. Und auch am Mittwoch bleibt die Lage weitestgehend unklar. In einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Mittelfranken ist zunächst die Rede von einem Haftbefehl, den der Ermittlungsrichter am Dienstag gegen den 44-Jährigen erlassen habe. Auf Nachfrage bei der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth korrigiert eine Sprecherin diese Aussage: „Es handelt sich tatsächlich um einen Unterbringungsbeschluss, das heißt eine vorläufige Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus.“

Höchstadt: Tatverdächtiger in psychiatrischem Krankenhaus

Wieso der Sohn nicht in U-Haft landet, sondern in einem Krankenhaus, könne derzeit noch nicht öffentlich gemacht werden. Allgemein sei dies aber oft der Fall, wenn es Zweifel an der Schuldfähigkeit gebe, erklärt die Sprecherin weiter. „Die Unterbringung dauert so lange, bis die Ermittlungen abgeschlossen sind.“ 

Höchstadt Tötungsdelikt
In dem gepflegten Einfamilienhaus im Norden Höchstadts sollen Mutter und Sohn laut Angaben eines Nachbarn zusammen gewohnt haben. // Foto: Andreas Dorsch

Abgesehen davon halten Polizei und Staatsanwaltschaft sich weiter bedeckt. Zu den genaueren Umständen der Tat könne man sich bisher nicht äußern. „Die Obduktion findet erst heute statt, davon erhofft man sich natürlich weitere Erkenntnisse zur Todesursache und zum Tathergang“, sagt die Sprecherin. 

Polizei schweigt zu Motiv – Ermittlungen laufen 

Auch zu einem möglichen Motiv oder den Umständen, die zur Tat geführt haben könnten, gibt es bisher keine weiteren Details. „Die Ermittlungen laufen und es werden Zeugenbefragungen durchgeführt“, sagt die Sprecherin. So müsse beispielsweise auch die Person, die am Montagabend die Polizei alarmiert hatte, als Zeugin befragt werden. Ihre Identität bleibe daher weiter unter Verschluss. 

Ein Nachbar erzählt am Dienstag, er habe von dem Einsatz in der Nacht nichts mitbekommen und von der Tat erst aus den Medien erfahren. Und auch vor dem Haus in Höchstadt lässt kaum etwas auf die Tat schließen, die sich in seinem Inneren abgespielt hat, keine Blumen oder Kerzen sind am Tatort zu finden. Nur ein Siegel der Kriminalpolizei an der grauen Tür ist von der Arbeit der Beamten übrig geblieben. 

 

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