Etwas mehr als eine Woche ist es her, da hat sich Steffen Ramer nach sieben Jahren als Pächter vom Rittmayer-Keller am Kreuzberg in Hallerndorf verabschiedet. Für ihn und seine Partnerin Julia Müller war der Bockbieranstich auf dem Keller das finale Ade.
Es wird für beide auf jeden Fall nicht der letzte Anstich auf dem eigenen Keller gewesen sein. In Zentbechhofen verwirklichen Steffen Ramer und Julia Müller ihren Traum vom eigenen Biergarten. In diesem Jahr haben die beiden den Bierkeller nahe dem Friedhof, ehemals Klausi’s Bier- und Weinkeller, erworben. In den nächsten Tagen steht die finale Übergabe beim Rittmayer-Keller auf dem Kreuzberg an. Dann zieht das Paar mitsamt der Kücheneinrichtung endgültig weiter nach Erlangen-Höchstadt.
Zentbechhofener Keller: Eröffnung zu Ostern geplant
Damit sie im Frühling nächsten Jahres den neuen Bierkeller unter dem Namen „Zentbechhöfner Keller“ eröffnen können, laufen die Umbauarbeiten und Vorbereitungen in Zentbechhofen seit Wochen auf Hochtouren. Dafür hat das verlobte Paar sogar die eigene Hochzeit auf unbestimmte Zeit verschoben.
„Wir planen die Eröffnung ein paar Tage vor Ostern“, sagt Ramer. Die Biertischgarnituren aus Hallerndorf haben sie mitgenommen. Sitz- und Tischflächen werden gerade wettertüchtig gemacht. Die erste Hälfte Holzbalken der überdachten Essensausgabe glänzt bereits mit frischer Lasur.
Biergarten in Zentbechhofen: So sieht es auf der Baustelle aus
Betreiber sanieren den ehemaligen Bier- und Weinkeller in Zentbechhofen
Innen und außen gibt es noch jede Menge zu tun. Handwerker sind gerade dabei den Fliesenboden in der Küche zu verfugen, als fränkischertag.de auf Baustellenbesuch ist. Ein paar Meter weiter steht das neu gebaute Ausschankhäuschen. Das angelieferte Kühllager muss noch eingebaut werden. „Ich hätte nie gedacht, dass ich mal so etwas machen würde“, sagt Ramer. Die wattierte Jacke, die er heute trägt, ist angestaubt. Das kommt daher, dass Ramer und Müller auf der Biergartenbaustelle kräftig mitanpacken. Von Mauerbau bis zum Bodenverdichten legen sie selbst mit Hand an.
Seitdem das Paar den Keller erworben hat, haben sie sich zu regelrechten Bauexperten entwickelt. Mit Unterstützung und unter Anleitung von Bekannten und Handwerken haben sie viel Kraft und Mühe in die Kernsanierung des Biergartens gesteckt. Sobald die letzten Geschäfte in Hallerndorf abgeschlossen sind, werden beide froh sein, „dass wir uns fürs Erste nur auf eine Sache konzentrieren können“, sagt Ramer. „Die Doppelbelastung in den letzten Wochen war ziemlich hart.“ Das ein oder andere Mal kamen die beiden an diesen einen Moment, an dem man sich fragt: Ist es das wirklich wert?
„Ja, so geht es uns ab und an“, sagt Müller. „Aber, wir wissen, wofür wir es machen.“ „Unsere Ansprüche sind auch hoch. Wir wollen hier etwas aufbauen, das lange hält“, ergänzt Ramer. Die große Vision vom eigenen Bierkeller hat bei ihm bereits sehr konkrete Formen. Von Menü, Getränken bis zu geplanten Veranstaltungen weiß der Gastronom schon ganz genau, was Gäste beim Besuch des Zentbechhofener Kellers ab nächstes Jahr erwarten wird.
Bewirtung: fränkische Küche, regionales Bier und Cocktails
Was der Biergarten bieten soll, das ist eine Mischung aus Altbewährtem und neuen Angeboten. Ramer und Müller hoffen, viele Stammgäste aus Hallerndorf im nächsten Jahr auf ihrem neuen Keller begrüßen zu dürfen. Für die Verpflegung planen die Kellerwirte weiterhin die typische fränkische Hausmannskost anzubieten. Die Getränkekarte wird neben den üblichen Verdächtigen um frische, selbstgemachte Limonaden erweitert. Auch Drinks, wie Aperol Spritz oder Wild Berry Lillet, werden auf der Karte stehen.
Dieses Bier wird es auf dem Zentbechhofener Keller geben
Biertechnisch haben sich die Kellerwirte etwas Besonderes überlegt: Weil der Biergarten an der Grenze dreier Landkreise liegt, will man auf dem Zentbechhofener Keller auch Biere von jeweils einer Landkreisbrauerei, aus Erlangen-Höchstadt, Forchheim und Bamberg, anbieten. Welche Brauereien das sein werden, will Ramer noch nicht verraten. Die Gespräche laufen noch.
Biergartensaison plus Veranstaltungen übers ganze Jahr verteilt
Wenn es 2026 pünktlich zur Biergartensaison losgeht, wird der Zentbechhofener Keller von April bis Oktober sieben Tage die Woche geöffnet haben. Zudem soll der Biergarten als Eventlocation, zum Beispiel für Familien oder Firmenfeiern, mietbar sein. Wie zuvor in Hallerndorf, werden die Wirte einen Cateringservice anbieten. Einen Innenbereich hat der neue Biergarten allerdings nicht.
Was Veranstaltungen angeht, hat Ramer schon das ganze nächste Jahr durchgeplant. Bockbieranstiche, Adventszauber mit Glühwein, am Dreikönigstag Stärk‘ antrinken, danach ein Frühlingsfest. „Wir wollen außerdem Veranstaltungen mit kulturellem Charakter hierherbringen“, sagt Ramer.
Auf dem Laufenden bleiben: WhatsApp-Broadcast für Keller-Updates
Das Instagram-Profil @rittmayerkeller, mit fast 1.600 Followern, wird bald unter dem Namen des neuen Kellers weiterlaufen. Baustellen-Updates posten die Kellerwirte regelmäßig über einen WhatsApp-Verteiler. Wann im Frühjahr 2026 das erste Bier auf dem Zentbechhofener Keller gezapft wird, können Interessierte erfahren, indem Sie eine „DABEI 2026“ via WhatsApp-Nachricht an 0151-58559325 senden.





























