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Leckereien aus dem Ofen
Nach Café-Aus in Adelsdorf: Laufer Mühle eröffnet Hofladen
Laufer Mühle Hofladen
Im Hofladen der Laufer Mühle verkaufen Bäckerin Silvia Dreßlein (rechts) und Renate seit einer Woche leckere Brötchen und vieles mehr. // Foto: Anna-Lena Reif
Adelsdorf – Frisch gebackene Leckereien locken nach langer Pause zum wiederbelebten Hofladen der Laufer Mühle. Wie neben den Kunden davon auch die Bewohner der Einrichtung profitieren.

Schon vor der Tür empfängt Kunden ein handgeschriebenes Schild, drinnen umhüllt einen der wohlige Duft nach frisch gebackenem Brot und Lebkuchen. Der Laden ist klein, doch das Lächeln hinter der Theke groß, wenn wieder ein Kunde mit einer Tüte in der Hand den frisch eröffneten Hofladen der Laufer Mühle verlässt.

Schon früher hatte es den Hofladen hier gegeben, dann sei das alles mit der Corona-Pandemie eingeschlafen, erzählt Einrichtungsleitung Daniela Flügel-Utz bei einer kleinen Tour über das Gelände. „Mit dem Gedanken, den Hofladen wieder aufleben zu lassen, haben wir schon länger gespielt. Damit kann man auch die Nachbarschaft wieder ein wenig mehr teilhaben lassen“, sagt sie. 

Laufer Mühle bei Adelsdorf belebt Hofladen wieder

In den vergangenen Jahren hat die kleine Bäckerei hier vor allem für das Café am Marktplatz in Adelsdorf produziert. Da dieses Ende Oktober schließen musste, habe es sich angeboten, die Produkte nun wieder im Hofladen zu präsentieren. 

Die Regie in der Bäckerei führt Silvia Dreßlein. Von der ersten Woche im Hofladen ist sie begeistert. „Es wird bisher sehr gut angenommen, die Leute haben sich gefreut, dass wir das wieder anbieten“, erzählt sie. 

Neben ihr arbeiten in der Bäckerei im Rahmen ihrer Arbeitstherapie Bewohner der Einrichtung – manchmal mit, manchmal ohne Vorwissen. „Man muss eben viel erklären und zeigen, immer wieder ausprobieren“, sagt Dreßlein schmunzelnd. 

Sozialer Aspekt: Bewohner arbeiten hier während Therapie 

Gerade zu Beginn der Therapie können Bewohner die verschiedenen Arbeitsbereiche, zum Beispiel im Garten oder in der Bäckerei, ausprobieren und schauen, was ihnen am meisten zusagt, wie Flügel-Utz ausführt. „Der Sinn ist ja, dass sie eine Beschäftigung finden, die ihnen gefällt. Wir wollen ihnen ein zufriedenes Gefühl vermitteln und sie im Alltag und in Routinen stärken“, erklärt die Sozialpädagogin. „Wenn sie hier backen und die Sachen dann verkaufen können, sind sie da auch stolz drauf.“

Hofladen Laufer MühleHofladen Laufer Mühle
 // FOTOGALERIE Anna-Lena Reif
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Erstmal backt Dreßlein mit ihrem Team immer dienstags und donnerstags. Der Hofladen fängt mit Öffnungszeiten am Dienstag und Donnerstag jeweils von 10.30 bis 12 Uhr und von 13.30 bis 15 Uhr an. Dann müsse man erst einmal schauen, wie es läuft. 

Brezen und Brötchen: Feine Leckereien aus dem Ofen

„Wir haben uns jetzt anfangs auch daran orientiert, was im Café gut gelaufen ist“, erklärt Dreßlein. Deswegen gebe es zum Start vor allem Brezen, Brötchen und Brote, aber auch Käse- und Apfelkuchen, Nussecken und, jetzt in der Vorweihnachtszeit, auch Lebkuchen und Plätzchen – alles hausgemacht und ohne Backmischung, wie die Bäckerin betont. 

Vorbestellungen sind im Hofladen gern gesehen. Zwar gibt es immer eine kleine Auswahl vor Ort für Kurzentschlossene. Ein kurzer Anruf helfe aber, besser vorzuplanen. „Wir machen auch sowas wie Torten, wenn man sie vorbestellt“, sagt Dreßlein. „Oder Brötchen in größeren Mengen, zum Beispiel für Geburtstage. Jetzt zu Weihnachten kann man auch Stollen, Lebkuchen und vier Sorten Plätzchen bestellen.“ Die kurzen Öffnungszeiten stellen hierbei kein Problem dar, wie Flügel-Utz betont. „Dadurch, dass wir rund um die Uhr besetzt sind, kann man die Bestellungen nach Absprache jederzeit abholen.“ 

Vorbestellungen erwünscht: Auch für private Feiern

Das Sortiment an sich sei nicht in Stein gemeißelt. „Wenn die Leute uns ehrlich sagen, was sie sich wünschen würden, schauen wir gern, was wir ermöglichen können. Wir sind da sehr offen“, sagt Einrichtungsleiter Marco Halbritter. Denkbar wären auch Produkte wie Fladenbrote oder Burger-Brötchen. „Wir versuchen, alles möglich zu machen, oder wir finden einen Kompromiss“, so Dreßlein. 

Ob der Hofladen irgendwann erweitert wird, ob es im Sommer beispielsweise für Radfahrer eine Möglichkeit geben soll, im Außenbereich ihren Kuchen zu essen, oder ob vielleicht bei größeren Brotmengen der Holzofen wieder reaktiviert wird, das alles lässt die Einrichtungsleitung offen. „Wir schauen, wie wir es hinkriegen. Wir machen das gern, aber der Fokus liegt natürlich auf der Therapie“, sagt Flügel-Utz. Ein bisschen träumen darf man aber wohl trotzdem schon. 

Nachhaltige Produkte aus Eigenproduktion

Neben den gebackenen Leckereien gibt es im Hofladen auch andere Kleinigkeiten zu kaufen. „Wir haben zum Beispiel Eier von den glücklichen Hühnern hier vom Gelände“, sagt Dreßlein. Daneben gibt es auch Honig, Apfelsaft und Apfelchips aus Eigenproduktion. „Uns ist es sehr wichtig, dass die Produkte alle von hier sind, wir legen Wert auf Nachhaltigkeit“, erklärt Halbritter.

Auch kleine Geschenkideen, wie Lesezeichen oder Weihnachtswichtel, aus der Lebenswerkstatt gibt es zu kaufen. „Das ist eine Art Kreativwerkstatt für die Bewohner im geschützten Bereich“, führt Halbritter aus. Ein Besuch lohnt sich also, sowohl zum Naschen, als auch zum Shoppen. Vorbestellungen sind unter der Nummer 09195/949364 möglich. 

 

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