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Irie Révoltés: Politischer Tanzabend in Erlangen
Kaum eine Songzeile ohne politische Botschaft, kaum ein Refrain ohne klare gesellschaftliche Stellungnahme: Die Heidelberger Band Irie Révoltés ist für ihre sozialkritischen Texte bekannt und untermauert dies während ihrer Abschiedstournee Irieunion klar und deutlich. So auch am Montagabend (6. Oktober) in der Heinrich-Lades-Halle in Erlangen.
Irie Révoltés in Erlangen
Eigentlich hatte sich die Band um die beiden Brüder Pablo („Mal Élevé“) und Carlos („Carlito“) Charlemoine im Jahr 2017 nach 17 erfolgreichen Jahren auf der Bühne aufgelöst. Doch dann entschieden sie sich dafür, das Gründungsjubiläum noch einmal richtig zu feiern; mit einer Tour quer durch Deutschland.
Am 20. Dezember wird endgültig Schluss sein, nach dem Konzert in Mannheim. Eins ihrer 19 Abschiedsgigs in diesem Herbst führte sie nach Erlangen.
Bildergalerie – so war der Gig in Erlangen
Große Nachfrage: Heinrich-Lades-Halle statt E-Werk
Eigentlich war das Erlanger Konzert im E-Werk geplant. Doch weil die Tickets für den Gig rasend schnell ausverkauft waren, wechselten sie in die größere Heinrich-Lades-Halle. Mehr als zweieinhalb Stunden haben die Charlemoine-Brüder, ihr dritter Sänger Andreas Spreier, Tobias von Kitzing (Gitarre), Siggy Holiday (E-Bass), Jan Pfenning (Schlagzeug), Christian Comba (Keyboard), Gesa (Saxophon) und Poldi (Trompete) noch einmal alles an Energie rausgehauen.
Springen, tanzen, singen, spielen, hüpfen und anheizen: Umhüllt von (innerhalb der Halle leider teils blechern klingendem) Reggae, Ska, Punk und Hip-Hop tropfte der Schweiß nicht nur auf der Bühne schnell in Strömen. Immer wieder reckten sich Fäuste in die Höhe, immer wieder wippten die Hände zum Beat durch die Luft.
Gibt es Hoffnung auf eine weitere Reunion?
Zum Abschluss bleibt den Zuhörern, die mehrheitlich wohl auch die ersten 17 Jahre der Band seit der Jahrtausendwende bereits miterlebt hatten, sich den Schweiß von der Stirn zu wischen und sich zu freuen, bei der zweiten Abschiedstournee von Irie Révoltés dabei gewesen sein zu dürfen. Und bereit zu sein für eine dritte, auch wenn die wohl nicht kommen wird.
Doch wer weiß. Wie Sänger Carlito es im Interview mit fraenkischertag.de gesagt hatte: „Das Letzte, was stirbt, ist die Hoffnung. Und die ist immer positiv.“
































