Mitten in der kalten Winterzeit gibt es jetzt einen Vorgeschmack aufs Frühjahr, sonnige Zeiten und die Biergartensaison. Das kommt aus Zentbechhofen. Denn die neuen Besitzer des Zentbechhöfner Kellers haben verraten, welche Biersorten und vor allem welche Marken ab der geplanten Neueröffnung in April aus den Zapfhähnen fließen werden.
Vergangenes Jahr hatten die Gastronomen Julia Müller und Steffen Ramer den Bierkeller in Zentbechhofen gekauft. Damit die neuen Kellerbesitzer ihre Gäste bald begrüßen können, laufen die Umbau- und Sanierungsarbeiten am Keller seit Monaten auf Hochtouren.
Brauereien aus drei Landkreisen: Zentbechhöfner Keller unterstützt regionale Biervielfalt
Als die Redaktion im November auf der Baustelle zu Besuch war, waren die Verhandlungen mit den Brauereien noch im Gange. An der Landkreisgrenze gelegen, wollte Steffen Ramer für den Biergarten Biere von drei Brauereien aus Erlangen-Höchstadt, Forchheim und Bamberg anbieten. Die Idee konnte das Wirtspaar nun umsetzen. „Wir haben mit mehreren Unternehmen gesprochen und konnten unsere Wunschbrauereien für den Keller gewinnen“, erklärt Steffen Ramer auf Anfrage von fraenkischertag.de.
Künftig wird der Zentbechhöfner Keller also von der Schlenkerla Rauchbierbrauerei aus Bamberg, der Brauerei Rittmayer aus Hallerndorf und der Brauerei Friedel aus Zentbechhofen beliefert. „Lokale Produktion und Herstellung ist uns dabei wichtig, denn das muss unterstützt werden“, betont der Zentbechhöfner Keller auch in den Sozialen Medien.
Brauerei Heller/Schlenkerla liefert ein besonderes Helles für Zentbechhofen
In der Summe dürfen sich Besucher künftig also auf ein abwechslungsreiches Bierangebot auf dem Keller in Zentbechhofen freuen.
Die Brauerei Heller ist für ihre verschiedenen Rauchbiere mit starken Aromen bekannt. Die wird es in Zentbechhofen als Flaschensortiment geben. Ergänzt wird das durch ein unfiltriertes Schlenkerla Lager Hell vom Fass. Dieses Bier sei ein besonderes Highlight, weil es laut Ramer „keinen anderen Keller gibt, an dem es jenseits vom Schlenkerla in Bamberg ausgeschenkt wird“. Das bestätigt auch Mathias Trum. Der Inhaber der Brauerei Heller und der Traditionsgasstätte Schlenkerla freue sich, das Projekt der Ramers unterstützen zu können.
Das helle Lager habe ein minimales Raucharoma, da es mit der selben Hefe vergoren werde, die vorher das Rauchbier vergoren hat. Zwar werde das Bier in Flaschen verkauft und auch in Gaststätten angeboten. Aber „es ist mir nicht bekannt, dass es auf einem Bierkeller ausgeschenkt wird“, sagt der Schlenkerla-Chef. Eine zusätzliche Besonderheit ist, dass die Brauerei „das Bier für den Keller unfiltriert herstellt. Das gibt dem Geschmack nochmal einen kleinen Extra-Kick“, erklärt Trum.
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Brauerei Rittmayer aus Hallerndorf liefert Alkoholfreies vom Fass
Von der Brauerei Rittmayer wird es ebenfalls Hallerndorfer Weizen, alkoholfreies Weizen und alkoholfreies Kellerbier als Flaschensortiment geben. Außerdem bezieht der Keller in Zentbechhofen künftig auch ein alkoholfreies Helles vom Fass von Rittmayer .
Brauchef Georg Rittmayer sieht der Zusammenarbeit positiv entgegen. Vor dem Wechseln nach Zentbechhofen waren Ramers Pächter sieben Jahre lang Pächter des Rittmayer-Kellers in Hallerndorf. „Ich bin richtig glücklich darüber, dass wir dabei sind“, sagt Rittmayer. Seit einigen Jahren führt die Brauerei alkoholfreie Varianten im Sortiment. Nachfrage und Absatz nach alkoholfreien Bieren steigen laut Rittmayer seit Jahren.
Urlokale Brauerei aus Erlangen-Höchstadt braut Hausbier direkt vor Ort
Als Ausgleich zu den oberfränischen Bieren wird auf dem Keller auch eine Brauerei aus Erlangen-Höchstadt vertreten sein. Eine lokalere Brauerei hätten die neuen Gastronomen des Zentbechhöfner Kellers dafür nicht wählen können: Mit der Brauerei Friedel aus Zentbechhofen haben die Ramers eine Brauerei direkt vor der Haustür gewonnen. Es war ein Wunsch der Ramers, die Brauerei an den Keller zurückzubringen, weil es „in den letzten Jahren und mit den vorherigen Pächtern anderes Bier am Keller gegeben hat“. Neben dem Hausbier der Brauerei wird der Keller auch Wasser, Schorle und Limonaden von der Brauerei beziehen.














