Einer der Teilnehmer des Heimat-Monitors bringt die Meinung vieler auf den Punkt: „Es wäre schön, wenn um Höchstadt herum Wanderwege ausgewiesen und beschildert werden würden.“
Der FT hat zu diesem Thema nachgefragt bei den Leuten, die es wissen müssen: Andrea Leicht, Julia Leicht und Ottmar Völlner von den Wanderfreunden Höchstadt, die wir auf dem Lauberberg bei Lonnerstadt getroffen haben.
Kommunen scheuen Aufwand
Fehlen in der Region tatsächlich Wanderwege? „Schöne Wanderwege würde es hier schon geben“, meint Andrea Leicht, „bloß eine bessere Ausschilderung wäre nicht schlecht.“
Auf diesem Gebiet sieht Völlner neben seinem Wanderverein die Städte und Gemeinden in der Pflicht: Die Kommunen könnten durchaus mehr Wege beschildern, scheuen seiner Erfahrung nach allerdings den Aufwand.
Denn mit dem Bestellen von Schildertafeln ist es nicht getan, so Völlner: „Man muss die Wege öfter abgehen und kontrollieren.“
Regemäßige Kontrollen
Dabei müsse geschaut werden, dass die Wegweiser alle noch vorhanden sind – und auch in die richtige Richtung zeigen. Denn „manchmal werden die Schilder rausgerissen, manchmal fährt ein Traktor die Schilder um.“
Es komme auch vor, dass Wegweiser von Gras oder Gebüschen zugewachsen werden und dann nicht mehr ohne Weiteres auffindbar sind. Solche Kontrollgänge zur Aufrechterhaltung eines einmal eingerichteten Wanderwegs seien alle vier bis sechs Wochen nötig, „und daran scheitert es meistens“, bedauert Völlner.
Das finden die Wanderfreunde Höchstadt schade. Denn die Gegend im Aischgrund rund um Höchstadt biete für das Wandern beste Voraussetzungen, meint Julia Leicht: „Wir haben so viele schöne Orte und eine schöne Landschaft.“
Auf der sicheren Seite
Woran es neben beschilderten Wegen aus Andrea Leichts Sicht aber mangele, sind auch Karten oder Prospekte, damit die Urlauber wissen, wo die Wege starten. Oder welche Strecke schwierig und welche für Kinderwagen geeignet ist.
Analoge Schilder und Karten werden auch heute im digitalen Zeitalter, in dem Wanderungen via App geplant werden können, noch benötigt, sagt Julia Leicht: „Handy und Internet schön und gut, aber es gibt genug Plätze, wo man mal keinen Empfang hat. Und dann ist man mit einem Prospekt auf der sicheren Seite.“
Außerdem „will ich beim Wandern nicht ständig auf mein Handy starren, sondern die Landschaft genießen“, ergänzt Andrea Leicht. Die Gemeinde Lonnerstadt weist auf ihrer Internetseite vier Wandertouren im Gemeindegebiet aus, die etwa durch die Weiherlandschaft an der „Krummbach“, ein Teilstück des Kräuterwanderwegs, auf den Gänsberg oder zur verschwundenen Ortschaft Sichartshof führen.
Gasthöfe und Brauereien
Die Wandertouren, die die Internetseite der Stadt Höchstadt aufführt, tragen allesamt wohlklingende Namen aus der Natur: Eisvogelweg, Orchideenweg und Seerosenweg.
Dazu heißt es blumig: „Wanderer finden rund um Höchstadt beste Bedingungen: zertifizierte Radwege, herrliche Wanderwege, gemütliche Dorfgasthöfe und urige Brauereien – traumhafte Aussichten erwarten Sie“.
Wenn man sie denn findet ...
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