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Blick in die Glaskugel
Wahl in Höchstadt: Wer will Bürgermeister Brehm beerben?
Bürgermeister Höchstadt
Mit Sven Berwein schickt die Junge Liste als erstes einen konkreten Kandidaten ins Rennen. // Grafik: Franziska Schäfer
Höchstadt a. d. Aisch – Bisher hat nur die Junge Liste einen Kandidaten für Gerald Brehms Nachfolge bei der Kommunalwahl 2026 aufgestellt. Doch wie positionieren sich die anderen Parteien in Höchstadt?

Auf 30 Jahre Amtszeit kann Bürgermeister Gerald Brehm zurückblicken, wenn er im März 2026 nach der Kommunalwahl den Stab an seinen Nachfolger oder seine Nachfolgerin übergibt. Dass in Höchstadt damit eine Ära zu Ende geht, ist unbestritten. Noch unklar ist, wer nach der Wahl als Stadtoberhaupt die kommunalen Interessen weiter vertreten könnte. 

Bereits frühzeitig hatte die Junge Liste (JL) Sven Berwein als ihren Kandidaten bekannt gegeben. Bei einer Vorauswahl von fünf Bewerbern hatte der 48-Jährige sich durchgesetzt und wurde im Dezember bei der Nominierungsveranstaltung der JL einstimmig als Kandidat bestätigt und von drittem Bürgermeister und Bundestagskandidat Axel Rogner vorgestellt. 

Sven Berwein von der Jungen Liste  tritt bei der Kommunalwahl 2026 für das Amt des Bürgermeisters in Höchstadt an.
Sven Berwein von der Jungen Liste tritt bei der Kommunalwahl 2026 für das Amt des Bürgermeisters in Höchstadt an. // Berwein/privat

Grüne und SPD Höchstadt: Nominierung im Herbst

Auch wenn es bis zur Wahl nur noch ein knappes Jahr ist, lassen die anderen Parteien sich mit der Auswahl ihrer Kandidaten scheinbar etwas mehr Zeit. So bestätigt Mechthild Weishaar-Glab, Vorsitzende des SPD-Ortsverbandes, auf Anfrage der Redaktion, dass die Sozialdemokraten im kommenden Jahr definitiv einen Kandidaten oder eine Kandidatin ins Rennen schicken werden. Wer das sein könnte, stehe noch nicht fest. Die Aufstellung soll erst nach den Sommerferien stattfinden, wenn die Urlaubszeit vorbei sei. Bei den Kommunalwahlen 2014 und 2020 war Weishaar-Glab selbst gegen Brehm angetreten. 

Auch die Grünen werden wohl so schnell keinen Kandidaten vorstellen. Die Aufstellungsversammlung soll auch hier erst im Herbst stattfinden, wie Fraktionssprecher Peter Winkler erklärt.

CSU: Vorstand wieder bestätigt 

Weiter fortgeschritten sind die Pläne dagegen wohl bei der Höchstadter CSU. Natürlich werde man einen Kandidaten oder eine Kandidatin ins Rennen schicken, so Ortsvorsitzender Alexander Schulz, der ebenfalls schon bei den Wahlen 2014 und 2020 selbst gegen Gerald Brehm angetreten war. Die Mitgliederversammlung, bei der ein Kandidat bestimmt werden soll, findet bereits Mitte Mai statt. „Bis zum 17. Mai kann alles passieren“, sagt Schulz. 

Erst Ende März hatte die Jahreshauptversammlung der CSU stattgefunden, bei der Schulz erneut zum Ortsvorsitzenden gewählt wurde. Ein Fingerzeig auf eine Kandidatur? 

Die erst Anfang des Jahres gegründete Wählervereinigung Unabhängige Wählergemeinschaft Höchstadt (UWGH) hatte schon im Februar angekündigt, 2026 einen Bürgermeisterkandidaten stellen zu wollen. Dieser soll voraussichtlich in der Zeit nach Ostern gewählt werden, wie Stadtrat Günther Geyer erklärt.

Bei der AfD hingegen soll die Frage, ob überhaupt ein Kandidat aufgestellt wird, bei der Mitgliederversammlung geklärt werden. „Es ist aber wahrscheinlich“, sagt Stadtrat Christian Beßler. Die Mitgliederversammlung soll vermutlich im September stattfinden. 

Brehm: Weitere Kandidatur ausgeschlossen 

Gerüchten, denen zufolge Gerald Brehm sich eine erneute Kandidatur doch noch einmal überlegen wollte, erteilt der noch amtierende Bürgermeister eine klare Absage. Auf Nachfrage erklärte Brehm, es sei schon vor fünf Jahren klar gewesen, dass dies seine letzte Amtszeit als Höchstadter Bürgermeister sein wird. Es bleibe auf jeden Fall dabei, dass er bei der nächsten Kommunalwahl nicht mehr antritt. Lediglich für den Vorstand der LAG Aischgrund stehe er weiterhin zur Verfügung, so Brehm weiter. In dem Gremium ist Brehm aktuell als Schatzmeister tätig. 

Bürgermeister Gerald Brehm (JL)
Bürgermeister Gerald Brehm (JL) // Archiv/Scheuerer

Höchstadt ist nicht die einzige Kommune im Aischgrund, wo mit den kommenden Wahlen ein Umbruch stattfinden wird. Nur wenige Kilometer weiter in Adelsdorf kündigte Bürgermeister Karsten Fischkal vor wenigen Wochen überraschend nach 18 Jahren im Amt an, bei der Kommunalwahl nicht mehr antreten zu wollen. 

In Heßdorf hingegen stehen schon Anfang Mai außerplanmäßig Neuwahlen an. Hier hatte Bürgermeister Horst Rehder schon im Dezember seinen Rückzug „aus gesundheitlichen Gründen“ angekündigt. 

 

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