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Parteien positionieren sich
Bürgermeisterwahl Herzogenaurach: Wer 2026 (wieder) antritt
Wer zieht hier nach der Kommunalwahl 2026 ein? Die Parteien in Herzogenaurach positionieren sich bereits.
Wer zieht hier nach der Kommunalwahl 2026 ein? Die Parteien in Herzogenaurach positionieren sich bereits. // Martin Regner
Herzogenaurach – Die Kommunalwahl im März 2026 ist weniger als ein Jahr entfernt; da stellt sich die Frage: Wer wird auf den Herzogenauracher Bürgermeistersessel gewählt? Es wird mindestens drei Kandidaten geben.

In der Kommunalpolitik endet die eine oder andere Ära, wenn am 8. März 2026 neue Stadt- und Gemeinderäte, neue Bürgermeister sowie neue Kreisräte und Landräte in Bayern gewählt werden. So hat bereits der Adelsdorfer Bürgermeister Karsten Fischkal (FW) angekündigt, sein Amt nach dann insgesamt 18 Jahren zur Verfügung zu stellen. 

Und auch in Höchstadt endet in rund einem Jahr die Amtszeit von Gerald Brehm (parteilos), der 1996 erstmals zum Bürgermeister gewählt wurde und im März 2026 auch nicht mehr antreten will. In den benachbarten Landkreisen Forchheim und Bamberg haben die amtierenden Landräte Hermann Ulm (CSU) und Johann Kalb (CSU) ebenfalls bereits ihren Rückzug angekündigt. 

Anders sieht die Lage in der Stadt Herzogenaurach aus: Wie der Sozialdemokrat German Hacker (im Amt seit 2008) auf Nachfrage erklärt, würde er gerne weitermachen. Die SPD habe bereits ein Team für die Stadtratsliste zusammengestellt und für April sei geplant, dass die Partei ihn erneut als Kandidat für das Bürgermeisteramt nominiert. 

Herzogenaurachs Bürgermeister Hacker: Letzte Wort haben die Wähler

„Es gibt nach wie vor ganz viele Aufgaben“, sagt Hacker dazu im Gespräch mit dem Fränkischen Tag. Herzogenaurach sei auf einem guten Weg „und ich möchte das gerne fortführen.“ Das letzte Wort, wer Bürgermeister von Herzogenaurach wird oder bleibt, hätten aber die Wähler am 8. März 2026, so Hacker weiter. 

Bei der letzten Kommunalwahl im Jahre 2020 hatte der damalige und heutige Amtsinhaber fünf Gegenkandidaten. Diesmal ist zumindest bekannt, dass die CSU einen Gegenkandidaten oder eine Gegenkandidatin ins Rennen schicken will, wie Ruthild Schrepfer als Vorsitzende des CSU-Ortsverbands auf Nachfrage verrät. Einen konkreten Namen wollte Schrepfer aber noch nicht nennen. 

Freie Wähler befinden sich noch im Findungsprozess

Stattdessen verwies sie auf den 3. Mai 2025: An diesem Tag finde der Frühlingsempfang der Herzogenauracher CSU statt und bei dieser Gelegenheit werde sich der Kandidat oder die Kandidatin für das Bürgermeisteramt in Herzogenaurach öffentlich vorstellen. Feststeht derweil auch schon, dass die Junge Union (JU), die derzeit zwei Stadtratsmitglieder stellt, keinen eigenen Kandidaten ins Rennen schicken wird. Wie Konrad Körner dazu erklärte, würden CSU und JU „in großer Harmonie eine gemeinsame Lösung finden.“

Wer wird im März 2026 zum Herzogenauracher Bürgermeister gewählt? Ein Blick in die Glaskugel verrät bereits erste Details.
Wer wird im März 2026 zum Herzogenauracher Bürgermeister gewählt? Ein Blick in die Glaskugel verrät bereits erste Details. // Grafik: Franziska Schäfer

So weit wie die Union sind die Freien Wähler offenbar noch nicht. Deren Herzogenauracher Ortsvorsitzender Manfred Welker sagt auf Nachfrage: „Wir überlegen uns das natürlich und wir werden zu einem Ergebnis kommen.“ Der FW-Ortsverband befinde sich in der Kandidatenfrage gerade „in einem lockeren Austausch“. Etwas Konkreteres könne man im Moment aber noch nicht sagen, so Welker weiter. 

Grüne mussten erst zahlreiche Parteieintritte bewältigen

Viel verrät auch Retta Müller-Schimmel, die Grande Dame der Herzogenauracher Grünen, nicht. Nur so viel lässt sie sich entlocken: „Wir werden auf jeden Fall einen Kandidaten oder eine Kandidatin stellen.“ Für Ende April oder Anfang Mai sei die Nominierung geplant, denn seit dem vorgezogenen Bundestagswahlkampf hätten die Grünen erst mal andere Dinge zu tun gehabt: „Wir haben so einen Zulauf gerade, unsere Mitgliederzahl hat sich seit dem Ende der Bundesregierung verdoppelt“, sagt Müller-Schimmel.

Nach der Bearbeitung der vielen Neueintritte in den Grünen-Ortsverband könne man sich jetzt auf die anstehende Kommunalwahl konzentrieren. Damit sind zum Stand Ende März 2025 schon einmal drei Kandidaten für den Herzogenauracher Bürgermeistersessel garantiert, nämlich neben dem Amtsinhaber German Hacker von der SPD mindestens noch zwei Gegenkandidaten von CSU und Grünen. 

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