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Pläne für die Zukunft
Neues Gesundheitszentrum für Lonnerstadt?
Arztpraxis LonnerstadtForchheim & Fränkische Schweiz
In diesem Gebäude in Lonnerstadt ist aktuell die Arztpraxis untergebracht. // Birgit Völker
Die  Abzweigung in Ailsbach  ist gesperrt.Forchheim & Fränkische Schweiz
Die Abzweigung in Ailsbach ist gesperrt. // Birgit Völker
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Lonnerstadt – Ein neues Gesundheitszentrum könnte in Lonnerstadt Realität werden. Der Standortwechsel der Arztpraxis bleibt ein Schlüsselthema für die Gemeinde.

 Viele zentrale Themen standen bei der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderats auf der Tagesordnung: von der bevorstehenden Kommunalwahl über die Sicherstellung der medizinischen Versorgung bis hin zu tiefgreifenden Überlegungen zur künftigen Struktur des Bürgermeisteramts. Entscheidungen wurden dabei nicht in allen Fällen getroffen, doch die Richtung ist klar: Lonnerstadt stellt die Weichen für die kommenden Jahre.

Die Kommunalwahl in Bayern findet am Sonntag, 8. März, 2026 statt. Wie gesetzlich vorgeschrieben, muss jede Kommune eine Wahlleitung und deren Stellvertretung berufen. Die Verwaltung schlug vor, die Wahlsachbearbeiterin der Verwaltungsgemeinschaft Höchstadt, Annika Langmann, zur Wahlleiterin für den Markt Lonnerstadt zu benennen. Aufgrund ihrer Tätigkeit in der Geschäftsstelle ist sie mit den Abläufen bestens vertraut, nimmt ohnehin an den nötigen Wahlseminaren teil und ist direkt vor Ort erreichbar. Der Marktgemeinderat folgte dem Vorschlag einstimmig.  

Pläne für die Zukunft in Lonnerstadt: Bürgermeisteramt im Fokus  

Eine Entscheidung von erheblicher Tragweite beschäftigt den Marktgemeinderat ebenfalls: Wie soll die Rechtsstellung des Bürgermeisters ab der neuen Amtsperiode ausgestaltet sein? Derzeit ist das Amt in Lonnerstadt ehrenamtlich geführt – mit einem Aufwand von über 40 Stunden wöchentlich, wie die amtierende Bürgermeisterin Regina Bruckmann bestätigte. Sie selbst enthielt sich aus Gründen der Neutralität jeder Wertung, legte aber belastbare Zahlen vor: Während die jährlichen Aufwendungen für einen ehrenamtlichen Bürgermeister bei rund 63.500 Euro liegen, betragen sie bei einem berufsmäßigen Beamten gut 123.700 Euro – zuzüglich Pensionskosten.  

In der Ratsrunde entspann sich eine kontroverse Debatte. Befürworter der Umstellung auf ein hauptamtliches Bürgermeisteramt argumentierten, dass eine attraktive Vergütung notwendig sei, um qualifizierte Bewerber zu gewinnen. Zudem würde das Amt so für eine breitere Bewerbergruppe zugänglich. Skeptische Stimmen verwiesen dagegen auf die Unsicherheit eines solchen Schritts: Auch ein teurer „Low Performer“ sei möglich, eine Garantie für gute Leistung gebe es nicht. Die Entscheidung wurde vertagt.  

Pläne für die Zukunft in Lonnerstadt: Praxismangel als Herausforderung  

Ein weiteres Thema mit hoher Relevanz für die Bürger ist die medizinische Versorgung im Ort. Die derzeitige räumliche Situation der Praxis von Dr. Gothner wird als unbefriedigend empfunden. Zwar ist die Kommune nicht verpflichtet, aktiv zu werden, doch angesichts der Bedeutung der ärztlichen Versorgung für die Lebensqualität wolle man handeln, erklärte Stellvertretender Bürgermeister Günter Rost. Dr. Gothner habe sich zum Standort Lonnerstadt bekannt, was der Gemeinde Planungssicherheit gibt.  

Deshalb erwägt der Markt den Neubau einer modernen Praxis im Gewerbegebiet Edelgraben II. Im ausgewiesenen Bereich ist eine viergeschossige Bebauung möglich, sodass langfristig sogar ein kleines Gesundheitszentrum entstehen könnte. Erste Gespräche mit potenziellen Interessenten laufen bereits. Sollte ein kurzfristiger Umzug notwendig werden, könnte laut Bürgermeisterin auch eine Containerlösung als Übergang innerhalb von sechs Wochen realisiert werden. Bereits Mitte September ist eine Infoveranstaltung geplant, bei der das Interesse der Bürger für ein mögliches Bürgermodell ausgelotet werden soll, denn solche kooperativen Projekte haben in der Gemeinde bereits mehrfach erfolgreich funktioniert.  

Pläne für die Zukunft in Lonnerstadt: Verkehrs- und Baufragen  

In Ailsbach wird die Straße in Richtung Weingartsgreuth künftig für den Schwerlastverkehr gesperrt. Dabei wird ein Zusatzschild angebracht, das die Durchfahrt für Fahrzeuge der Land- und Forstwirtschaft weiterhin erlaubt.  

Änderungen im Baurecht machten auch eine neue Diskussion zur Stellplatz- und Spielplatzsatzung notwendig. Künftig entfällt die gesetzliche Pflicht zur Errichtung von Stell- und Spielplätzen bei Bauvorhaben mit mehr als drei Wohneinheiten. Die Ratsmitglieder signalisierten einhellig die Absicht, zumindest eine Stellplatzsatzung auf den Weg zu bringen, die möglicherweise gestaffelt nach Wohnungsgröße ist. Diese wird für die Septembersitzung ausgearbeitet. Eine Spielplatzsatzung wurde hingegen als nicht notwendig angesehen.  

Pläne für die Zukunft in Lonnerstadt: Funkwasserzähler und Kita  

Der Gemeinderat beschloss außerdem, sich den Regelungen der anderen Mitgliedsgemeinden der Verwaltungsgemeinschaft Höchstadt anzuschließen und bei Garten- beziehungsweise Fremdwasserzählern künftig nur noch Funkzähler des Typs „Hydrus 2.0“ zuzulassen.  

Erfreuliches gab es aus der Kita zu berichten: Der Markt Lonnerstadt übernimmt die Hälfte der Anschaffungskosten für neun neue Sonnenschirme. Außerdem ist das Ferienprogramm im Sportheim gestartet – 47 Kinder nehmen daran teil und dürfen unter anderem acht große Sicherheits-Betonklötze farbenfroh gestalten.  

Pläne für die Zukunft in Lonnerstadt: Glasfaser und Sandabbau  

Das Glasfaserprojekt wird von der Firma Seybold aus Adelsdorf durchgeführt, mit Beginn in der Ringstraße. Ab September wird in größerem Umfang gebaut. Als Lagerplatz dient das Gelände hinter dem Heizhaus.  

Laut Verwaltung hat die Firma Roth vom Landratsamt die Genehmigung für den Sandabbau erhalten. Die Straße zum Acker wird auf Kosten des Unternehmens asphaltiert.  

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