Die Herzogenauracher Hauptstraße hat seit einigen Tagen eine Anlaufstelle mehr. Auf den ersten Blick leicht zu übersehen, verstecken sich in der Hausnummer 55 hinter der weißen Holztür seit Kurzem elf Automaten, deren bunten Inhalt man nun rund um die Uhr erwerben kann.
„Wir haben schon drei Läden für elektronische Zigaretten in Erlangen, Forchheim und Höchstadt“, erklärt Kevin Lippert, der als Geschäftsführer hinter dem Namen „Tante Herzi“ steht. „Schon eine Weile haben wir überlegt, ob Herzogenaurach nicht auch als Ziel infrage kommen könnte.“ Man habe sich gegen einen Laden mit Beratung wie in den anderen Orten entschieden – zu hoch der Aufwand, überhaupt Personal zu finden, zu hoch auch die Personalkosten.
„Aber da wir viele Kunden aus Herzogenaurach haben, die zum Beispiel zu uns nach Erlangen oder Forchheim kommen, dachten wir, es wäre doch praktisch, wenn sie gerade für Kleinigkeiten dort einen Automaten hätten“, sagt Lippert, der selbst aus Erlangen kommt und sein Unternehmen seit 2010 führt.
Automatenladen Herzogenaurach: Das ist im Sortiment
Im neu eröffneten Laden werden nun aber nicht nur Fans von E-Zigaretten fündig. „Es gibt Snacks, klassische Riegel wie Snickers und Mars, aber auch Chipstüten oder Gummibärchen. Wir haben Softdrinks, Energy-Drinks, Bier, Mixgetränke“, zählt Lippert auf.
Aber auch, wer abends oder am Wochenende mal noch schnell Kleinigkeiten braucht, soll hier eine Anlaufstelle finden. So gibt es in den Automaten beispielsweise auch Sandwiches und Ravioli oder Hygieneprodukte wie Zahnbürsten und Tampons. Besonders gut laufen laut Lippert Besonderheiten wie amerikanische Snacks. „Oder Fanta mit Apfel- und Cola mit Erdbeergeschmack aus Asien. Die gibt es hier nicht und die Leute kaufen sie gern“, sagt Lippert.
Grillfleisch und Käse aus der Region sollen dazukommen
Generell sei das Feedback bisher ausschließlich positiv. Schon während das Team die Automaten aufgebaut habe, seien viele Leute in den Laden gekommen, um nachzufragen. „Gerade die älteren Generationen kennen das Konzept auch noch gar nicht wirklich. Viele haben beispielsweise gefragt, wie man zahlen kann und wir mussten erstmal erklären, dass das ganz normal mit Bargeld oder EC-Karte geht“, erklärt der Geschäftsführer.
Noch sei das Sortiment nicht vollständig. „Wir wollen künftig auch Dinge wie Grillfleisch, regionalen Käse oder Eier anbieten. Also alles, was man auch an den Automaten auf den Bauernhöfen bekommt. Da sind wir gerade in Gesprächen mit Bauern und Metzgern aus der Region“, sagt Lippert. Dass der Automatenladen in Herzogenaurach auf großen Anklang stoßen könnte, davon ist Lippert überzeugt. Denn auch in Forchheim steht bereits ein einzelner Automat vor dem Laden und die Nachfrage sei groß. „Außerdem gibt es in Herzogenaurach sowas noch nicht. Es stehen ein paar einzelne Automaten herum, aber bei uns geht es auch um das Einkaufserlebnis“, so Lippert.

















