Schon Ende 2025 sollen etwa 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Siemens Healthineers das neue Gebäude in Röttenbach beziehen. Der Grundstein dafür wurde gelegt. In unmittelbarer Nähe zu bestehenden Standorten in Forchheim und Erlangen entsteht ein hochmodernes Arbeitsumfeld.
Im „Siemens Healthineers IP Management Center“ wolle Siemens Healthineers in Zukunft alle Aktivitäten zum Management von Forschungs- und Entwicklungsleistungen sowie das Management der weltweiten Schutzrechte unter einem Dach zusammen bringen. Des Weiteren entsteht ein neues Konferenzzentrum und Coworking-Spaces.
Siemens Healthineers: Patente Management in Röttenbach
Die Kernstrategie bei Siemens Healthineers sei Innovationsführerschaft, erklärte Christian Klaussner, Leiter Finance Diagnostic Imaging, beim offiziellen Spatenstich am Montag. Dazu sei es nötig, die hauseigenen Innovationen weltweit zu schützen. Laut Webseite hält das Unternehmen rund 23.000 technische Schutzrechte, davon mehr als 14.000 erteilte Patente (Stand 2021). Das Management für diese Patente soll in Zukunft in Röttenbach angesiedelt sein.
Neben Arbeitsplätzen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entstehen aber auch Kreativ- und Konferenzbereiche für die umliegenden Standorte und externe Partner. Trotz der Nähe zu den bestehenden Standorten soll Röttenbach ein „Raum für Innovation“ unabhängig von den Stammhäusern werden.
Röttenbach bietet Nähe und Abstand zu anderen Standorten
Doch warum genau Röttenbach? Das erklärte Heinz Mayer, Leiter Real Estate bei Siemens Healthineers. Bei der Auswahl eines Standortes seien drei Faktoren ganz entscheidend: „Lage, Lage, Lage“. Röttenbach biete die Nähe zu Erlangen und Forchheim, sei aber dennoch etwas abseits.
Der Blick ins Grüne sorge zusammen mit der modernen Innengestaltung für das passende Ambiente für die Pionierarbeit, die man leisten wolle. Im Silicon Valley sei früher in der Garage gebastelt worden, führt Mayer aus. Deshalb suche das Unternehmen den Weg raus aus Büros und Campus.
Siemens Healthineers ist aktuell in rund 70 Ländern weltweit aktiv. Der Standort Deutschland bleibe dennoch von Bedeutung, nicht nur aus Tradition und aufgrund bereits bestehender Immobilien, so Mayer. Trotz globaler Investitionen sei Deutschland weiterhin vorne mit dabei, denn die Bundesrepublik biete ein stabiles Umfeld und gute Logistik.
Beim Gebäude selbst spielt laut Mayer das Energiekonzept eine wichtige Rolle: „Wir kommen komplett ohne fossile Energie aus.“ Die zukünftige Energieversorgung soll elektrisch sein, außerdem ist eine Photovoltaikanlage auf dem Dach geplant. Heiz- und Kühlanlagen, die mit Grünstrom versorgt werden, sollen für einen CO₂-neutralen Betrieb des Gebäudes sorgen.
Neubau in Röttenbach kostet 8 Millionen Euro
Rund acht Millionen Euro soll der Neubau in Röttenbach kosten. Eine große Summer, aber dennoch nicht zu massiv im Vergleich zu anderen Investitionen, gibt Mayer zu bedenken. So hat Siemens Healthineers im vergangenen Jahr unter anderem ein Aus- und Weiterbildungszentrum in Erlangen für rund 60 Millionen Euro eröffnet.
Das Gebäude mit rund 1500 Quadratmetern solle den Anforderungen moderner Arbeitsweisen gerecht werden, informiert Siemens Healthineers. Daher werde unter anderem darauf geachtet, dass verschiedene Arbeitsformen unterstützt würden; vor Ort, hybrid und remote. Ein sogenannter „Flex Space“ soll die Work-Life-Balance verbessern. Dieser könne als Yoga- oder Fitnessraum, aber auch für kleine Events genutzt werden. Ein Catering-Bereich soll den Mitarbeitenden zudem eine gesunde Ernährung ermöglichen.
Gemeinde begeistert von Siemens Healthineers Neubau
In Röttenbach freut man sich über das Projekt. „Die Grundsteinlegung mit Siemens Healthineers ist auch ein Meilenstein für die Gemeinde Röttenbach“, erklärt Bürgermeister Ludwig Wahl. Der geplante Neubau sei ein Zeichen, dass man nachhaltig in die Metropolregion investiere. Dass die Gemeinde für Unternehmen wie Siemens Healthineers interessant ist, kann Ludwig nachvollziehen. Röttenbach liege geografisch gut, zwischen Erlangen und Forchheim. Außerdem habe die Gemeinde das Thema Gesundheit in den Fokus genommen, auch bei der Entwicklung ihrer Gewerbegebiete.
Ähnlich begeistert zeigt sich Bauherr Andreas Kroner. Erste Gespräche zu dem Projekt habe es bereits 2020 gegeben, berichtete Kroner. Nach vielen weiteren Gesprächen seien im Sommer 2023 detaillierte Pläne erstellt worden. Als mittelständischer Unternehmer sehe er die Zusammenarbeit mit Siemens Healthineers als neue Herausforderung. Zudem sei er als Röttenbacher stolz, dass der Name Siemens Healthineers in Zukunft weltweit immer auch ein bisschen mit Röttenbach verbunden sei.
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