„Zusammenwachsen in Adelsdorf – mit ebl“ – das ist das Ziel des neuen Biomarkts, der am Mittwoch, 28. Februar, nahe der B470 eröffnen wird. Was es dann zu kaufen geben wird, das hat Unternehmensgründer Gerhard Bickel am Montagabend gezeigt. Er begrüßte 160 Gäste – die Hälfte ebl-Mitarbeiter, die andere Hälfte geladene Gäste, Geschäftspartner, den Geschäftsführer des Nachbarmarkts von Aldi Markus Steinbrenner, Aldi-Logistik-Direktor Fabien Busch und den Geschäftsführer von Real-Estate Andreas Engenhardt sowie zweiten Bürgermeister Günter Münch und die dritte Bürgermeisterin Sabina König.
Er blickte auf die Entstehungsgeschichte zurück: 2018 hatte eine Studie der stark wachsenden Gemeinde Adelsdorf ergeben, dass sich die Einwohner einen Bioladen wünschen. Erste Gespräche hierzu führte Bickel 2018 mit Bürgermeister Karsten Fischkal und mit Fabien Busch. Es ging darum, auf dem Aldi-Grundstück einen ebl-Markt anzusiedeln. Alles verlief positiv, „aber plötzlich hatte mich der Mut verlassen und es kam zu einer Absage meinerseits“.
Biomarkt in Adelsdorf: Das Gebäude ist nachhaltig
Fast drei Jahre waren vergangen, als sich im Sommer 2021 Fabien Busch wieder meldete. Es kam zu ernsthaften Verhandlungen, die im Sommer 2022 in einem Mietvertrag mündeten. Etwas schwierig wurde es nur, „denn für einen ebl-Markt braucht es auch ein nachhaltiges Gebäude. Wenn ich mich umschaue, es hat sich wirklich gelohnt.“ Die Auswahl der Materialien und im Betrieb den CO2-Fußabdruck zu reduzieren war wichtig.
So kam Holz als nachwachsender Rohstoff als Baustoff ins Spiel. „Wir befinden uns hier in einem echten Holzhaus“, sagte Bickel. Er ist mit einer stromsparenden LED-Beleuchtung und einer FCKW-freien Kälteanlage ausgestattet. Diese produziert nicht nur Kälte für die Kühlregale und -theken, sie klimatisiert und beheizt auch das Gebäude. Fossile Brennstoffe Fehlanzeige.
Nachbar Aldi freut sich über ebl in Adelsdorf
Es wird ausschließlich Ökostrom genutzt. „Wir wollen mit diesem Markt ein Zeichen setzen für unsere gemeinsame Verpflichtung zu einer nachhaltigen, ressourcenschonenden Lebensweise, für die ökologische Landwirtschaft, für faire Handelspraktiken und für gesunde Ernährung“, sagte Bickel. Er bedankte sich bei der Gemeinde Adelsdorf, bei Aldi, bei der Firma HD-Bau, bei allen ebl-Mitarbeitern, bei Lieferanten und Partnern sowie den Bio-Bauern. „Ohne euch hätten wir nichts zu verkaufen.“
Fabien Busch sagte, Bio sei Trend, es sei eine Verpflichtung gegenüber der Umwelt und der zukünftigen Generation. Die Kombination Bio-Fachmarkt und daneben Aldi sei super. „Wir befruchten uns gegenseitig und es ist eine weitere Belebung des Standortes.“ Er wünschte viel Erfolg für die Zukunft „mit uns als Nachbar“. Günter Münch gratulierte im Namen von Bürgermeister Karsten Fischkal zum gelungenen Bau.
Von Biolett in Höchstadt zu ebl in Adelsdorf
Bickel überreichte symbolisch den Schlüssel an den Marktleiter Christian Hebert, dem 13 Mitarbeiter zur Seite stehen. Christine Lettenmeier kennen noch viele als die Inhaberin von Biolett in Höchstadt am Vogelseck. Sie arbeitet nun schon seit zwei Jahren bei ebl und fühlt sich sehr wohl ohne die große Verantwortung, die sie damals als Geschäftsinhaberin hatte. Johann Dittrich aus Wiesendorf ist heuer 24 Jahre bei ebl beschäftigt. Er holt das Fleisch im Schlachthof in Burgfarnbach ab, bringt es in die Metzgerei in Fürth und als Metzger verarbeitet er es dort.
„Ich freu mich, dass ich jetzt hier in Adelsdorf einkaufen kann“, schmunzelt er. Der Biomarkt bietet Naturwaren aus kontrolliert ökologischer Erzeugung und Verarbeitung an. ebl ist in Nordbayern ein führender Bio-Lebensmittelhändler. Im Jahr 1994 gründete Inhaber Bickel ebl-Naturkost. Heute arbeiten im Unternehmen mehr als 700 Mitarbeiter.
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