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Autozulieferer streicht Jobs
Schaeffler kündigt massiven Stellenabbau an
Ausgerechnet in russischen Drohnen sind Bauteile des Herzogenauracher Zulieferers Schaeffler entdeckt worden – obwohl Sanktionen das verhindern sollten. Wie das Unternehmen auf den Fall reagiert.
In russischen Drohnen sind Bauteile des Herzogenauracher Zulieferers Schaeffler entdeckt worden – obwohl Sanktionen das verhindern sollten. Wie das Unternehmen auf den Fall reagiert. // Foto: Christian Charisius/dpa/ FT-Archiv
Herzogenaurach – Ein weiterer harter Schlag für die Automobilbranche in Deutschland: Der Zulieferer Schaeffler, eines der zehn größten Unternehmen weltweit in der Branche, muss Personal reduzieren.

Der Automobil- und Industriezulieferer Schaeffler kündigt einen Monat nach der Fusion mit Vitesco den Abbau von 4.700 Arbeitsplätzen in Europa an, davon 2.800 in Deutschland. Das entspreche rund 3,1 Prozent des gesamten Personalbestandes. 

Schaeffler will 290 Millionen Euro pro Jahr sparen

Betroffen seien zehn Standorte in Deutschland, darunter der Firmensitz in Herzogenaurach, und fünf weitere in Europa, teilte das Unternehmen, das nach der Fusion weltweit 120.000 Menschen beschäftigt, mit. Zwei der fünf europäischen Standorte sollen ganz geschlossen werden. Das Maßnahmenpaket werde in den Jahren 2025 bis 2027 umgesetzt. Ab 2029 sollen so 290 Millionen Euro pro Jahr eingespart werden. 75 Millionen Euro davon stünden im Zusammenhang mit der Fusion mit Vitesco. 

Blick auf das Alte rathaus in Bamberg

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«Das Programm ist in der aktuellen Umfeldlage notwendig, um die Wettbewerbsfähigkeit der Schaeffler-Gruppe langfristig zu sichern. Wir werden es sozialverträglich und mit Augenmaß umsetzen», sagte Schaeffler-Vorstandschef Klaus Rosenfeld. 

Zulieferer machte zuletzt gute Umsätze

In den ersten neun Monaten ging es Schaeffler - noch ohne Vitesco - wirtschaftlich vergleichsweise gut. Die Umsätze stiegen währungsbereinigt um ein Prozent auf 12,233 Milliarden Euro. Auch in der Autosparte ging es währungsbereinigt um 0,2 Prozent nach oben - vor allem wegen weiterer Auftragseingänge in der E-Mobilität. Vor Sondereffekten, Zinsen und Steuern stand ein Gewinn von 713 Millionen für die ersten neun Monate zu Buche, nach 964 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

Zuletzt hatte Schaeffler noch für positive Schlagzeilen gesorgt, als das neue Technologiezentrum in Herzogenaurach in Betrieb genommen wurde - eine Investition von 90 Millionen Euro mit Platz für 340 Mitarbeiter in 15 Laboren. 

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