Es ist ein großer Tag für die Kinder und Familien: Am Dienstag (16.9.) geht es für 904 Kinder endlich an eine der 21 Grundschulen im Landkreis Bad Kissingen. Das sind fast 90 Kinder weniger als im vorigen Jahr. Schon seit Wochen steht der Schulranzen bereit, die Schultüte ist fertig gepackt.
Dennoch ist der Trend der gesamten Schülerzahlen ein anderer: In ganz Unterfranken setzt sich der Aufwärtstrend der Schülerzahlen, wenn auch in abgeschwächter Form, fort. Das geht aus einer Pressemitteilung der Regierung von Unterfranken hervor. Gegenüber den amtlichen Zahlen des Vorjahres steigen die Zahlen um knapp zwei Prozent auf etwa 70.600 Schüler. An den Mittelschulen steigt die Anzahl der Schüler prozentual etwas deutlicher als an den Grundschulen, wo die Zahl der Schulanfänger im Vergleich zum hohen Niveau des Vorjahres wieder etwas sinkt.
Das Staatliche Schulamt im Landkreis Bad Kissingen, ansässig im Landratsamt, ist verantwortlich für die Grund- und Mittelschulen. Mit der Personalsituation zeigt sich das Schulamt auf Nachfrage „sehr zufrieden“. An den Grundschulen beginnen insgesamt 16 Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter (angehende Lehrkräfte im Referendariat, Anm. d. Red.), an den Mittelschulen sechs.
Mehr Lehrkräfte für die Grundschulen
Weiterhin werden neun Lehrerinnen und Lehrer auf Probe (das sind Lehrkräfte, die nach erfolgreichem Abschluss des Vorbereitungsdienstes eine mehrjährige Probezeit absolvieren, Anm. d. Red.) im Grundschulbereich ernannt, im Bereich der Mittelschulen sind es acht Lehrkräfte.
Versetzt wurden in den Schulamtsbezirk Bad Kissingen 13 Lehrerinnen und Lehrer, zehn Lehrkräfte haben den Schulamtsbezirk verlassen. „Somit steht für das kommende Schuljahr ausreichend Lehrpersonal zur Verfügung“, heißt es von der Pressestelle.
Unterstützungsangebote für Kinder
Im Schulamtsbezirk Bad Kissingen sind drei Schulen mit dem „Schulprofil Inklusion“ ausgestattet, teilt das Schulamt mit. Das bedeutet, dass diese Schulen einen besonderen Schwerpunkt auf eine inklusive Unterrichts- und Schulentwicklung.
Die Schule orientiert sich dabei an den Bedürfnissen und Möglichkeiten von Schülerinnen und Schülern mit und ohne sonderpädagogischem Förderbedarf, heißt es vom bayerischen Kultusministerium. In der Region sind das die Grundschule Thulbatal in Oberthulba, die Anton-Kliegl-Mittelschule Bad Kissingen und die Sinntalschule Wildflecken-Grundschule.
Auch andere Schulen, die noch nicht über das Schulprofil verfügen, nehmen sich Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf in besonderer Weise an: Im kommenden Schuljahr wird deshalb das „Fallforum“ fortgeführt. Dabei geht es um eine Besprechung von Handlungsoptionen für Kinder und Jugendliche, die zu viel im Unterricht fehlen.
Deutschklassen an weiterführenden Schulen für fremdsprachige Kinder
Dieses Team besteht aus Beratungslehrkräften, Psychologinnen und Psychologen sowie aus Lehrerinnen und Lehrern, die sich in Zusammenarbeit mit den Förderzentren (MSD) und dem Jugendamt um besondere pädagogische Herausforderungen an Schulen kümmern.
Wie bereits in den vergangenen Schuljahren gibt es zudem an den weiterführenden Schulen (Mittelschulen, Realschulen, Wirtschaftsschulen und Gymnasien) übergreifende Deutschklassen der Jahrgangsstufen 5 und 6 sowie für die 7. bis 9. Jahrgangsstufe. Diese richten sich laut Schulamt an Schülerinnen und Schüler aus unterschiedlichen Herkunftsländern, die aufgrund mangelnder Sprachkenntnisse im Deutschen dem Regelunterricht noch nicht folgen können.















