0
Untersiemau
Unterkunft für Geflüchtete in Großheirather Straße
Auf dem Gelände einer Gewerbe-Immobilie in der Großheirather Straße in Untersiemau soll eine temporäre Unterkunft für Geflüchtete eingerichtet werden. Die Gemeinde hielt sich auf Anfrage unserer Redaktion sehr bedeckt in Bezug auf den genauen Stan...
Auf dem Gelände einer Gewerbe-Immobilie in der Großheirather Straße in Untersiemau soll eine temporäre Unterkunft für Geflüchtete eingerichtet werden. Die Gemeinde hielt sich auf Anfrage unserer Redaktion sehr bedeckt in Bezug auf den genauen Standort. Bürgermeister Rolf Rosenbauer verweist auf den Datenschutz sowie auf das Landratsamt. // Michael Stelzner
Signet des Fränkischen Tags von Martin Rebhan
Untersiemau – Jeden Monat treffen 110 Geflüchtete im Landkreis Coburg ein. Deswegen wird in Untersiemau eine Unterkunft für Flüchtlinge eingerichtet. Die Gemeinde gibt den genauen Standort nicht preis.

Gleich mit zwei Überraschungen wartete der Untersiemauer Bürgermeister Rolf Rosenbauer (CSU) in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates auf. Zum einen werden die Preise für die Wasser Ver- und Entsorgung drastisch steigen, zum anderen sollen weitere Flüchtlinge in Untersiemau untergebracht werden.

Zum Thema Unterkunft für Geflüchtete verlas Rosenbauer als „amtliche Bekanntmachung“ ein Schreiben von Landrat Sebastian Straubel, in dem dieser eine zielgerichtete Anfrage der Gemeinde beantwortet. Der Bürgermeister wird davon unterrichtet, dass das Landratsamt Coburg derzeit Gespräche mit einem Immobilieneigentümer führt.

Auf dem Gelände einer Gewerbe-Immobilie in der Großheirather Straße in Untersiemau soll eine temporäre Unterkunft für Geflüchtete eingerichtet werden.
Auf dem Gelände einer Gewerbe-Immobilie in der Großheirather Straße in Untersiemau soll eine temporäre Unterkunft für Geflüchtete eingerichtet werden. // Michael Stelzner

Dabei gehe es darum, auf dem Gelände einer Gewerbe-Immobilie eine Notunterkunft für geflüchtete Menschen zu installieren. Nach Worten von Rolf Rosenbauer befindet sich das Areal in der Großheirather Straße. Die Gemeinde hielt sich auf Anfrage unserer Redaktion sehr bedeckt in Bezug auf den genauen Standort. Bürgermeister Rolf Rosenbauer verweist auf den Datenschutz sowie auf das Landratsamt.

Landratsamt: Eine dauerhafte Unterbringung von Geflüchteten nicht vorgesehen

In dem Schreiben aus dem Landratsamt heißt es: „Führen die Gespräche zu einer Einigung, würde das Staatliche Landratsamt eine Halle anmieten und dort in eigener Verwaltung bis zu 100 Flüchtlinge unterbringen und versorgen. Eine dauerhafte Unterbringung ist nicht vorgesehen."

Weiter wird in der Benachrichtigung erklärt, „eigene Verwaltung“ bedeute, dass den Flüchtlingen eine Fachkraft des Landratsamtes als Ansprechpartnerin zur Verfügung steht und rund um die Uhr ein Sicherheitsdienst anwesend sein wird. Landrat Straubel brachte zum Ausdruck, seine Behörde könne gut nachvollziehen, dass die Notunterkunft in Untersiemau kritisch betrachtet wird.

Weiter schreibt der Landrat: „Allerdings möchten wir Sie bitten, auch die Situation des Landratsamtes in dieser für die kommunale Ebene schwierigen Situation zu berücksichtigen.“ Die Behörde erklärt weiter, dass aus dem Ankerzentrum in Bamberg dem Landkreis Coburg in den Sommermonaten 40 bis 50 Personen zugewiesen wurden.

Jeden Monat treffen 110 Geflüchtete im Landkreis Coburg ein

Seit Oktober sind es demnach 110 Geflüchtete, die monatlich eintreffen. Deutlich machte Straubel, dass es keine Möglichkeit gebe, die Zuweisung zu verweigern. Das Landratsamt sieht in einer zeitlich befristeten Notunterkunft in Untersiemau die Chance, dass die Belegung von Schulturnhallen und die damit verbundene Sperrung vermieden werden könne.

In öffentlicher Sitzung wollte Bürgermeister Rosenbauer die Mitteilung nicht kommentieren. „Wir werden in nichtöffentlicher Sitzung über eine Stellungnahme beraten“, sagte er und ergänzte, dass es ihm wichtig sei, die Bevölkerung schon frühzeitig zu informieren. Aus diesem Grund sei das Landratsamt aufgefordert worden, eine öffentliche Mitteilung zu dem Vorhaben herauszugeben.

Die Gemeinde hielt sich auf Anfrage unserer Redaktion sehr bedeckt in Bezug auf den genauen Standort. Bürgermeister Rolf Rosenbauer verweist auf den Datenschutz sowie auf das Landratsamt.

Das könnte Sie auch interessieren:

Inhalt teilen
  • kopiert!