Lange Zeit war er verschwunden – und viele hielten ihn für ein Kapitel aus dem Biologiebuch: den Biber. 1867 wurde das letzte Exemplar in Deutschland erlegt, danach war Schluss. Ausgestorben. Geschichte.
Doch dann kam das Comeback: Ab 1966 wurden in Bayern wieder Biber angesiedelt – echte Rückkehrer mit Wurzeln in Osteuropa und Frankreich. Und sie fühlten sich wohl.
Im Coburger Land tauchten die ersten Biber um 2009 auf. Zehn Jahre später war schon von 30 bis 40 Revieren die Rede – heute sind es über 40, mit mehr als 200 Tieren. Genaue Zahlen? Fehlanzeige. Biber sind Meister der Tarnung und leben lieber unauffällig.
Was Biber so besonders macht
- Bis zu 1,3 Meter lang, über 30 Kilo schwer – aber meist etwas kleiner.
- Lebenslange Treue: Einmal verliebt, immer vereint – inklusive Familiengründung.
- Nachwuchs kommt im Frühjahr, bleibt zwei Jahre bei den Eltern und zieht dann weiter.
- Nur das Wasserschwein ist größer – aber das lebt nicht in Oberfranken.
Geschützt wie ein Schatz – aber nicht ganz konfliktfrei
Biber stehen unter strengstem Schutz. Ihre Burgen und Dämme sind tabu, sie selbst sowieso. Kein Verkauf, kein Fang, kein Abschuss – nicht mal ausgestopft.
Dabei leisten sie echte Naturarbeit: Sie stauen Wasser, schaffen neue Lebensräume und helfen beim Hochwasserschutz. Aber: Sie fällen Bäume, unterhöhlen Wege, knabbern an Feldern und können durch ihre Dämme Überschwemmungen verursachen.
Wenn der Biber zum Nachbarn wird
Wer Probleme mit einem Biber hat, ist nicht allein. Die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt hilft weiter – oder einer der vier Biberberater im Landkreis. Wer zuständig ist, steht auf der Website des Landratsamts.











