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Energieserie
Ökologische Dämmung, die Heizkosten spart
Auch an Spritzrobotern, die den Dämmstoff „ecosphere“ auf das  Mauerwerk aufbringen,  wird getüftelt.
Auch an Spritzrobotern, die den Dämmstoff „ecosphere“ auf das Mauerwerk aufbringen, wird getüftelt. // Maxit
Energie
Azendorf – Mit dem ökologischen Baustoff „ecosphere“ von Maxit, der für den Deutschen Zukunftspreis nominiert worden war, lassen sich Heizkosten sparen.

Mit gut gedämmten Wänden lassen sich Heizenergie und CO2 einsparen. In Zeiten der Klimakrise, zu der sich nun auch die Energiekrise gesellt hat, liegt darauf ein gesellschaftlicher wie auch politischer Fokus. Die Azendorfer Firma Maxit hat in den vergangenen Jahren einen innovativen Baustoff entwickelt, der einen wichtigen Beitrag dazu leisten soll, den Ausstoß von Treibhausgasen zu reduzieren, der gerade durch den Energieverlust in bestehenden Wohn- und Geschäftsgebäuden entsteht.

Lob vom Bundespräsidenten

„Maxit ecosphere“ heißt das Produkt, das eine völlig neuartige Wärmedämmung ermöglicht – und das ressourcenschonend. Der Dämmstoff war (wie berichtet) 2021 für den Deutschen Zukunftspreis nominiert worden und wurde bei der Preisverleihung in Berlin auch von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier als revolutionär und zukunftsträchtig gelobt. In Zeiten, in denen man unabhängiger von fossilen Rohstoffen werden und den Weg zur Klimaneutralität schaffen wolle, sei Innovationskraft, wie sie Maxit unter Beweis stelle, unerlässlich, stellte die Jury fest.

„Überzeugt wärmetechnisch“

„Ecosphere“ kommt bei Großprojekten wie der Sanierung der Bayreuther Stadthalle, aber auch bei kleineren Baumaßnahmen zum Einsatz. „Das Produkt wird sich auf dem Markt durchsetzen“, ist Drago Periz überzeugt, der eine Trockenbaufirma in Marktleuthen betreibt, der als Bauherr bei der energetischen Ertüchtigung einer ehemaligen Gaststätte bei der Fassadendämmung aber auch selbst auf „ecopshere“ setzt. „Weil der Dämmstoff ökologisch ist und wärmetechnisch einfach überzeugt.“

Friedbert  Scharfe hat mit Forscherkollegen den Baustoff entwickelt.
Friedbert Scharfe hat mit Forscherkollegen den Baustoff entwickelt. // Maxit

Gegen den Sanierungsstau

Um was es sich bei „ecosphere“ handelt? „Es ist eine aufspritzbare Gebäudedämmung, die den Sanierungsstau in Deutschland beenden und das Erreichen der Klimaziele beschleunigen soll“, sagt Friedbert Scharfe, der den Dämmstoff als Forschungsleiter beim Azendorfer Baustoffhersteller zusammen mit Thorsten Gerdes von der Uni Bayreuth und Klaus Hintzer vom Unternehmen Dyneon (3M) entwickelt hat.

Hohlkugeln aus Glas

Bei „maxit ecosphere“ wirkten winzige Hohlkugeln aus Glas, eingebettet in ein neuartiges mineralisches Bindemittel, wie thermische Isolatoren. „Diese verzögern den Wärmedurchgang so effizient, dass kaum noch wertvolle Heizenergie verloren geht“, erläutert Scharfe. Die Mini-Hohlglaskugeln könnten aus den verschiedensten Arten von Sand gefertigt werden – auch aus Wüstensand. Eine Rohstoffknappheit sei daher nicht zu befürchten. Der Dämmstoff, der nicht brennbar ist und sich zudem vollständig recyceln lässt, gilt laut Scharfe als ökologische Alternative zu herkömmlichen Wärmedämm-Verbundsystemen aus Styropor- oder auch Mineralwollplatten. Das Maxit-Produkt werde mit herkömmlichen Putzmaschinen aufgebracht, es werde aber auch an Spritzrobotern geforscht, die die Standardarbeiten übernehmen sollen.

Am Markt gefragt

Wie die neuartige Dämmung auf dem Markt angenommen wird? Die Nachfrage steige zusehends, sagt Maxit-Vertriebsleiter Heiko Thiel, nach dessen Worten das Produkt gerade auch bei der Sanierung von Bestandsgebäuden gefragt ist. „Eine Wärmepumpe, auf die die Politik ja ihren Fokus legt, funktioniert nur, wenn ein Haus richtig gedämmt ist“, betont Thiel, der glaubt, dass Maxit mit ,ecosphere“ ein innovatives Produkt im Markt platziert hat, dem die Zukunft gehört.

 

Der Leichtbeton

Die Azendorfer Baustofftüftler richten ihre Angebote auf die Energiewende aus und lassen in der Forschung nicht nach. Friedbert Scharfe, der inzwischen in Ruhestand ist, forscht weiter mit. An einem Leichtbeton, der nicht nur leicht, sondern auch wärmedämmender und ökologischer sein soll als herkömmlicher Beton. Es sei eine Weiterentwicklung von „ecosphere“, denn auch beim Leichtbeton werden laut Friedbert Scharfe die winzigen Hohlkugeln eine wichtige Rolle spielen.

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