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Staatsbad stellt sich neu auf
Bad Kissingen präsentiert künftigen Kurdirektor
Die neue Geschäftsführung der Staatsbad GmbH: Kurdirektor Sebastian Dresbach (links) und kaufmännischer Geschäftsführer Daniel Bahn. Ab 2026 wird die Stadt alleinige Gesellschafterin der Staatsbad GmbH, der Freistaat gibt seine Anteile ab. René Ruprecht
Unser Foto von links: Der neue Geschäftsführer Daniel Bahn, der neue Kurdirektor Sebastian Dresbach, Oberbürgermeister Dirk Vogel, die ausscheidende Kurdirektorin Sylvie Thormann und Gerghard Schneider (Geschäftsführer Rathaus Stadt Bad Kissingen). // René Ruprecht (René Ruprecht)
Daniel Bahn (von links), Kurdirektor Sebastian Dresbach, Oberbürgermeister Dirk Vogel, die scheidende Kurdirektorin Sylvie Thormann und Gerhard Schneider, Geschäftsleiter des Rathauses Bad Kissingen beim Pressegespräch im Weißen Saal des Regentenbaus.
Unser Foto von links: Der neue Kurdirektor Sebastian Dresbach und Geschäftsführer Daniel Bahn. Die Stadt informierte auf einer Pressekonferenz über den aktuellen Sachstand und präsentiert den Kurdirektor. Ab 01. Januar wird die Stadt alleinige Gesellschafterin der Staatsbad GmbH, der Freistaat gibt seine Anteile ab. // René Ruprecht (René Ruprecht)
Signet des Fränkischen Tags von Benedikt Borst
Bad Kissingen – Sebastian Dresbach tritt die Nachfolge der scheidenden Sylvie Thormann an. Die Staatsbad GmbH hat künftig eine Doppelspitze. Es geht weg vom klassischen Kurdirektor.

Bei der Staatsbad Bad Kissingen GmbH stehen wichtige Veränderungen an. Zum Jahreswechsel zieht sich der Freistaat Bayern als Gesellschafter zurück – das Unternehmen gehört dann allein der Stadt. Zudem gibt es eine neue Geschäftsführung. Sylvie Thormann verlässt das Unternehmen zum 31. Dezember, nachdem sie sieben Jahre lang als Kurdirektorin und Geschäftsführerin die Geschicke geleitet hatte. Sie wird neue Kurdirektorin in Bad Brückenau.

Die Weichen für einen geordneten Übergang sind gestellt. Die Nachfolge Thormanns tritt eine Doppelspitze an. Vertreter der Stadt Bad Kissingen und der Staatsbad GmbH haben das neue Führungsteam vorgestellt: Sebastian Dresbach, seit 13 Jahren Geschäftsführer des Zentrums für Telemedizin (ZTM) Bad Kissingen, beendet seine Tätigkeit dort und wechselt zum 1. Februar zur Staatsbad GmbH. Der 48-Jährige wird neuer Kurdirektor und das operative Geschäft verantworten. Die Laufzeit seines Vertrags beträgt fünf Jahre.

Weg vom repräsentativen Kurdirektor

Die Geschäftsführung teilt sich Dresbach mit Daniel Bahn. Der 40-jährige Finanzwirt ist der Kämmerer der Stadt Bad Kissingen. Ab 2026 ist er zusätzlich auch für die kaufmännische Leitung bei der Staatsbad GmbH mit ihren 100 Mitarbeitern verantwortlich. Unterstützt wird die Geschäftsführung von Prokurist Sven Wirsing.

Die Position des Kurdirektors in Bad Kissingen war üblicherweise mit Touristikern besetzt. Sowohl Sylvie Thormann, als auch ihr Vorgänger Frank Oette hatten vor ihrer Tätigkeit in Bad Kissingen verschiedene Stationen im Tourismus durchlaufen. Mit dieser Tradition wird nun gebrochen.

„Wir bewegen uns ein Stück weit weg vom repräsentativ ausgerichteten Kurdirektor mehr hin zu einem managementorientierten Geschäftsführer“, sagt Oberbürgermeister Dirk Vogel (SPD). Dresbach soll Projekte umsetzen und die Wettbewerbsfähigkeit Bad Kissingens stärken. Er sei lokal verwurzelt und kenne die Stadt. Er habe eine umfassende Expertise im Gesundheitsbereich und in der Digitalisierung, sei im Gesundheitswesen sehr gut vernetzt, und habe umfassende Managementerfahrung.

Seit Mai lief die Nachfolgersuche. Dresbach hat sich laut Vogel in einem mehrstufigen Verfahren unter anfangs rund 150 Bewerbern durchgesetzt.

Fokus auf Reha, Badekur und Prävention

Er müsse den Aufgaben im Tourismus, Marketing und der Bewirtschaftung der Liegenschaften gerecht werden. Darüber hinaus erwartet der Oberbürgermeister vor allem, dass Dresbach Bad Kissingen als Gesundheitsstandort stärkt und digitaler aufstellt. Konkreten Nachholbedarf sieht Vogel bei den Bereichen Reha, Badekur und Gesundheitsprävention. „Wir haben es zuletzt nicht so geschafft, diesen Markt zu bespielen. Das sind die Bereiche, die ich stärker besetzt haben möchte“, betont Vogel. Bei der Wiederbelebung der Badekur seien andere Heilbäder bereits weiter vorangekommen.

Von der Telemedizin zum Staatsbad

Der neue Kurdirektor ist ein Fachmann im Gesundheitswesen. Er arbeitete mehrere Jahre im Rettungsdienst beim Roten Kreuz Bad Kissingen, schloss parallel das Studium zum Betriebswirt ab und ist seit 2012 der Geschäftsführer des Zentrums für Telemedizin Bad Kissingen. Unter seiner Führung entwickelte sich das ZTM vom Start-up zum Unternehmen mit aktuell 50 Mitarbeitern sowie zum Marktführer bei der Vernetzung von Kliniken mit Rettungsdiensten. Privat lebt er mit seiner Frau und vier Kindern in Poppenroth.

Dresbach betont, dass es ihm gut gelingen werde, sich in die ihm noch neuen touristischen Aufgabenbereiche einzuarbeiten. „Nach beinahe 14 Jahren beim ZTM war es für mich mit 48 Jahren Zeit, sich zu bewegen und eine neue Aufgabe zu suchen“, sagt er. Viele Erfahrungen aus dem ZTM könne er in die neue Stelle mit einbringen.

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