0
Brennpunkte auch in Coburg
Woher kommt das Geld für die Videoüberwachung?
Für mehr Sicherheit in Coburg: Sowohl hier am ZOB als auch am benachbarten Bahnhofsvorplatz soll es künftig eine Videoüberwachung geben.
Für mehr Sicherheit in Coburg: Sowohl hier am ZOB als auch am benachbarten Bahnhofsvorplatz soll es künftig eine Videoüberwachung geben. // Foto: Oliver Schmidt
Coburg – Der bayerischen Polizei stehen fast vier Millionen Euro zur Verfügung, um im Freistaat die Videoüberwachung „auszubauen und zu optimieren“. Dieses Geld wird jetzt vor allem in sechs Städten eingesetzt.

Im April war mit den Stimmen von CSU und Freien Wählern ein üppiger Nachtragshaushalt für Bayern beschlossen worden. Alleine für den Bereich „Erhöhung Sicherheit, Rettungsdienst, Katastrophenschutz“ wurden noch einmal 11,3 Millionen Euro bereitgestellt. In diesem Topf enthalten waren auch 3,8 Millionen Euro für einen Ausbau sowie die „Optimierung“ der Videoüberwachung im öffentlichen Raum.

Videoüberwachung in sechs bayerischen Städten

Damals konnten von der bayerischen Staatsregierung auch schon sechs Städte genannt werden, in denen – nach Rücksprache mit der Polizei – dieses Geld in die Videoüberwachung fließen soll.

Bei diesen sechs Städten handelt es sich um:

  • München
  • Nürnberg
  • Augsburg
  • Regensburg
  • Rosenheim
  • Coburg

In Coburg als mit Abstand kleinster Kommune in diesem auserwählten Kreis soll der Bereich rund um den Bahnhof mit Video überwacht werden. Die Pläne wurden jetzt vom Leiter der Polizeiinspektion Coburg, Ralf Neumüller, auch dem Stadtrat vorgestellt. Demnach soll bereits im Oktober ein Mast errichtet werden. In Betrieb gehen könnten die Kameras, die sowohl den Bahnhof und den Bahnhofsvorplatz als auch den benachbarten Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) ins Visier nehmen, im Dezember.

Allen voran Oberbürgermeister Dominik Sauerteig (SPD) begrüßt die Maßnahme. In einer Stellungnahme ist ihm aber zunächst der Hinweis wichtig, dass – wie auch Ralf Neumüller bestätigt habe – Coburg grundsätzlich „eine sichere Stadt“ sei. Wahr sei aber auch, dass das subjektive Sicherheitsempfinden der Bürgerinnen und Bürger manchmal anders ist und dass es Orte „mit Handlungsbedarf“ gebe.  Sauerteig stellt klar: „Das nehmen wir unabhängig von der objektiven Lage sehr ernst.“  Die geplante Videoüberwachung der Polizei auf dem Bahnhofsvorplatz ist laut Dominik Sauerteig „eine unter diesem Gesichtspunkt wichtige und sehr zu begrüßende Maßnahme“.

Auch Messerverbotszone am Coburger Bahnhof?

Sauerteig weiter: „Ja, es erreichen uns als Stadt und mich persönlich regelmäßig Rückmeldung über Situationen im Bahnhofsumfeld, die bei Bürgerinnen und Bürgern Unbehagen verursachen.“ Nicht zuletzt komme das Bahnhofsumfeld auch für eine Messerverbotszone in Betracht. „Gerade auch mit Blick auf die HUK-Coburg, unserem wichtigsten Arbeitgeber in der Stadt und deren Beschäftigten, bietet die neue Videoüberwachung einen Mehrwert an Sicherheit subjektiv und objektiv.“

Namentlich dankt Sauerteig der Coburger Polizei für die „eng abgestimmte Initiative“ sowie dem Freistaat Bayern für die bereitgestellten Finanzmittel.

„Sicherheit hat hier besondere Priorität“

Hans-Herbert Hartan, der Vorsitzende der CSU-Stadtratsfraktion und OB-Kandidat der CSU, hat sich ebenfalls zur geplanten Videoüberwachung in Coburg geäußert. Er schreibt in einer Stellungnahme: „Unser Bahnhofsvorplatz ist ein zentraler Ort – deshalb hat Sicherheit hier besondere Priorität.“ Um das Schutz- und Ordnungsempfinden zu stärken, setze die Polizei künftig auf Videoüberwachung. „So sollen sich Bürgerinnen und Bürger deutlich sicherer fühlen.“

Abschließend verteilt auch Hartan Worte des Danks: und zwar an die CSU-Landtagsfraktion, die dies außer in Coburg auch in München, Nürnberg, Augsburg, Regensburg und Rosenheim finanziell ermöglicht hätten.

 

Inhalt teilen
  • kopiert!